Summerau ist eine Ortschaft in der Marktgemeinde Rainbach im Mühlkreis im Bezirk Freistadt in Oberösterreich. Die Ortschaft liegt etwa 2 Kilometer westlich des Hauptortes Rainbach. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).

Geografie Wie fast die gesamte Gemeinde Rainbach im Mühlkreis liegt auch die Ortschaft Summerau nach naturschutzfachlicher Gliederung im Leonfeldner Hochland. Charakteristisch dafür ist eine wald- und grünlandreiche Mittelgebirgslandschaft mit kleineren, bäuerlichen Ortschaften. Die Wälder werden meist durch Nadelhölzer wie Fichten oder Kiefern dominiert. Nördlich des Ortskernes liegt der Froscherbach, der über die Moldau Richtung Norden entwässert. Südöstlich des Ortskernes liegt der Rainbach, der über die Feldaist Richtung Süden in die Donau entwässert.

Geschichte Ortsgeschichte Summerau wurde im Jahr 1260 und um 1270 als „Sumerowe“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Name weist entweder auf eine Au hin, in der den Sommer über gefälltes Holz zum Trocknen ausgelegt wurde, oder auf eine sonnenbeschiene Au inmitten der waldigen Umgebung. Im Jahr 1499 existierten in Summerau 45 Güter, eine Mühle und eine Hofstatt.

Mit dem Ende der Grundherrschaft 1848 entstanden im Gemeindegebiet von Rainbach im Mühlkreis drei eigenständige Gemeinden. Dabei entstand die Ortsgemeinde Summerau, die die Ortschaften Summerau, Labach und Eibenstein umfasste. Erster dokumentierte Gemeindevorstand war Michael Piringer von 1861 bis 1867. Im Jahr 1874 wurde Summerau mit Kerschbaum und Rainbach zur neuen Gemeinde Rainbach vereinigt.

1907 wurde die Freiwillige Feuerwehr Summerau gegründet. Dieser Gründung ging 1904 ein Großbrand voraus, dem 11 Bauernhöfe zum Opfer fielen.

2001 bestanden 201 Gebäude, wobei 164 einen Hauptwohnsitz aufwiesen. Es existierten 16 Arbeitsstätten und 45 land- und forstwirtschaftliche Betriebsstätten.

Seit 2020 gibt es neben dem Bahnhof das Großsägewerk Holzindustrie Herbert Handlos mit Bahnanschluss.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten In Summerau besteht seit 1977 der UTV (Union Tennis Verein) Summerau.

Wirtschaft und Infrastruktur mini|220x220px|Bahnhof Summerau Summerau liegt an der nach ihr benannten Summerauer Bahn. Die Bahnstrecke wurde 1872, nachdem der Betrieb der Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden eingestellt worden war, als Dampfeisenbahn in Betrieb genommen. Der Bahnhof Summerau befindet sich etwas nördlich des Ortes, wurde 1914 errichtet und nach dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 zum Grenzbahnhof nach der damaligen Tschechoslowakei. 1975 wurde die Strecke von Linz bis Summerau elektrifiziert.

Nach den Ausbauplänen der ASFINAG wird mit Stand 2021 die Mühlviertler Schnellstraße östlich der Ortschaft verlaufen. Dabei soll zwischen dem Hauptort Rainbach und der Ortschaft Summerau die Halbanschlussstelle Rainbach West liegen. Die Bauarbeiten begannen im November 2023, fertiggestellt soll der Streckenabschnitt Freistadt Nord–Rainbach Nord im Jahr 2027 sein.

Persönlichkeiten Josef Schicker (1879–1949), Archäologe, Psychiater, Direktor der Anstalt Gugging und Tötungsarzt der Aktion T4, wurde in Summerau geboren.

Weblinks

Einzelnachweise

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