Andreas Ernst Geiger (geb. 17. Mai 1947 in Bad Pyrmont) ist ein deutscher Sozialwissenschaftler, emeritierter Professor und ehemaliger Rektor der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Leben und Werk

Nach dem Abitur in Braunschweig studierte Geiger Sozialwissenschaften in Braunschweig, München, Berlin und Göttingen, wo er anschließend als Doktorand am Institut für Sozialwissenschaften tätig war und 1978 mit dem Thema „Herkunftsbedingungen der türkischen Arbeiter in der Bundesrepublik und ihr gewerkschaftliches Verhalten“http://ford73.blogsport.de/images/Geiger_Andreas_1978_Herkunftsbedingungen_der_tuerkischen_Arbeiter.pdf bei Hans Paul Bahrdt promoviert wurde. Nach einer vorübergehenden Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen sowie an der Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel wechselte er 1984 nach Bonn und war bis 1992 wissenschaftlicher Angestellter und stellvertretender Geschäftsführer im Wissenschaftlichen Institut der Ärzte Deutschlands.

1992 folgte Geiger dem Ruf auf eine Professur an die Hochschule Magdeburg-Stendal und wurde Gründungsdekan des Fachbereichs Sozial- und Gesundheitswesen. 1998 wurde er als Nachfolger von Hans-Jürgen Kaschade zum Rektor der Hochschule gewählt und übte dieses Amt bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2014 aus.

Andreas Geiger war ab 2004 Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und hier von 2006 bis 2012 Sprecher der HRK-Mitgliedergruppe Fachhochschulen. In dieser Funktion hat er sich insbesondere für ein Promotionsrecht an Fachhochschulen eingesetzt.https://bildungsklick.de/hochschule-und-forschung/detail/andreas-geiger-wird-neuer-sprecher-der-hrk-mitgliedergruppe-fachhochschulen Er war zudem langjähriges Vorstandsmitglied des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD).https://www2.daad.de/der-daad/daad-aktuell/de/61328-engagement-im-daad-vorstand-ein-besonderes-anliegen/ Von 2008 bis 2014 war er Mitglied des Aufsichtsrats der HIS Hochschul-Informations-System eG, ab 2012 dessen Vorsitzender.

Darüber hinaus war Geiger als einer der Mitinitiatoren seit 2004 als deutscher Projektleiter mitverantwortlich für den Aufbau der German-Jordanian University (GJU) in Madaba (Jordanien), einem der größten Bildungsexportprojekte der Deutschen Bundesregierung.https://www.german-jordanian.org/de/gju-projektb%C3%BCro.html Für sein Engagement für die Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Haschemitischen Königreich Jordanien wurde Geiger 2017 das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) verliehen.https://www.h2.de/hochschule/aktuelles/single-news/single/prof-dr-andreas-geiger-mit-bundesverdienstkreuz-geehrt.html Im Jahre 2024 würde ihm vom Königreich Jordanien für seine Verdienste beim Aufbau der GJU die Silberne Jubiläumsmedaille verliehen.

Privat

Andreas Geiger ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Er lebt mit seiner Frau in Magdeburg, Bad Pyrmont und Berlin.

Ehrungen Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Magdeburghttps://www.h2.de/hochschule/aktuelles/single-news/single/alt-rektor-andreas-geiger-mit-eintrag-ins-goldene-buch-der-landeshauptstadt-geehrt.html

Einzelnachweise

Kategorie:Sozialwissenschaftler Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule Magdeburg-Stendal) Kategorie:Rektor einer Hochschule in Deutschland Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1947 Kategorie:Mann