mini|Georg Saatzer, Portraitfoto um 1965 Georg Saatzer (* 20. August 1926 in Wien; † 5. Dezember 2004 in Achau, Niederösterreich) war ein österreichischer Maler und Grafiker.

Leben und Werk Georg Saatzer wuchs in Eisenstadt und Wien auf. Sein Vater war Richter. Nach Abschluss auf dem Gymnasium Fichtnergasse studierte er von 1944 bis 1950 an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Christian Ludwig Martin und Sergius Pauser und schloss als akademischer Maler ab. 1956 bildete er sich in der Salzburger Sommerakademie in der „Schule des Sehens“ bei Oskar Kokoschka weiter.

Von 1950 bis 1961 war er Mitglied der „Gemeinschaft bildender Künstler“. Ab 1961 war er Mitglied des Wiener Künstlerhauses. Von 1949 bis 1985 unterrichtete er als Lehrer für Bildnerische Erziehung und Werkerziehung am GRG 12 Rosasgasse und wohnte in Hietzing (Wiener Bezirksteil).

Saatzer arbeitete gern nach der Natur. Viele seiner Motive fand er auf Spaziergängen und hielt sie mit Bleistift oder Aquarellfarben in Skizzenblöcken fest. Als Bildthemen wählte er gern historische Bauwerke, Stadtansichten und Landschaften. In Wien, aber auch auf Reisen durch Österreich sowie durch Norditalien und das Tessin, fand er seine Motive. Viele seiner Werke haben durch ihre Naturtreue neben dem künstlerischen auch einen dokumentarischen Wert, da viele der von ihm dargestellten Gebäude später stark verändert oder abgerissen wurden. Dieser dokumentarische Wert war mitbestimmend für zahlreiche Bilderankäufe durch Museen.

Außerdem galt sein künstlerisches Interesse von Anfang an der Darstellung von Tieren. Er besuchte sie oft im Tiergarten Schönbrunn, im Lainzer Tiergarten oder auf Bauernhöfen um sie nach der Natur zu zeichnen. Er war auch als Illustrator von Kinder- und Jugendbüchern sowie als Portraitmaler tätig.

Seine künstlerischen Techniken waren Ölbild, Aquarell, Federzeichnung, Linolschnitt, Radierung und Lithographie.

1996 wurde er mit dem „Goldenen Lorbeer“ des Wiener Künstlerhauses ausgezeichnet.

Ankäufe von Arbeiten erfolgten durch das Bundesministerium für Unterricht und Kunst, das Kulturamt der Stadt Wien, das Niederösterreichische Landesmuseum, das Bezirksmuseum Wien 14, das Kulturamt St. Pölten und das Heimatmuseum Gars-Thunau sowie durch private Käufer.

Er starb in Achau, Niederösterreich, und wurde auf dem Südwestfriedhof (Wien) bestattet. Auch nach seinem Tod fanden weiterhin Ausstellungen seiner Werke statt.

Ausstellungen Gemeinschaftsausstellungen 1953: 17. Kunstausstellung der N.Ö. Landesregierung in Amstetten Mehrere Gemeinschaftsausstellungen im Künstlerhaus Wien 1980/1981: Wanderausstellung „Hommage à Maria Theresia“, veranstaltet von der Galerie Peithner-Lichtenfels 1991: „Das Tier in der bildenden Kunst“ im Anton Hanak-Museum Langenzersdorf 1999: „Wien und Kunst.“ Freigut Thallern

Einzelausstellungen

1975: Stadtbücherei St. Pölten 1977: Volkshochschule Favoriten 1981: Ausstellung im Amtshaus Wien 13 1987: Tierbilder. Kinogalerie Künstlerhaus 1990: Landschaften in Aquarell und Tempera, Kinogalerie Künstlerhaus 1997: „Landschaften und Tiere“ im Bezirksmuseum Penzing 1999: „Bilder und Zeichnungen von Georg Saatzer“ im Hanak-Charoux-Heimat-Museum Langenzersdorf 2001: Sonderausstellung Prof. Georg Saatzer, Bezirksmuseum Hietzing 2003: „Penzing und seine Umgebung.“ Bezirksmuseum Penzing. 2004: „Hietzinger Impressionen.“ Motive aus dem 13. Bezirk und Schönbrunn. Tiere aus dem Schönbrunner Tiergarten. Bezirksmuseum Hietzing 2004: Museum Laxenburg 2006: „Perchtoldsdorfer Ansichten und Schönbrunner Tierleben“, Kulturzentrum Perchtoldsdorf, Beatrixgasse 2007: „Bilder aus Österreich“, Gedenkausstellung, Bezirksmuseum Hietzing 2015: „Landschaften und Tiere“, Rüstkammer der Burg Perchtoldsdorf 2016: Bezirksmuseum Hietzing 2018: Bezirksmuseum Penzing 2018: Café Mühle in Perchtoldsdorf 2019: „Impressionen aus Perchtoldsdorf und Umgebung“. Café Mühle im Perchtoldsdorf 2021: „Impressionen aus dem 13. Bezirk“, Bezirksmuseum Hietzing 2021: „Veduten aus Mödling und Umgebung.“ Museum Mödling.

Publikation

Illustrationen

Trivia Georg Saatzer hat einen Cameoauftritt als „Zeichenlehrer“ in dem Roman von Christian Locker Setzen! Nicht genügend! (erschienen 2015) auf Seite 43–45.

Der Nachlass Georg Saatzers wird von seiner Tochter Margarete Platt verwaltet.

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Wien) Kategorie:Grafiker (Wien) Kategorie:Illustrator (Österreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1926 Kategorie:Gestorben 2004 Kategorie:Mann