Société Française Hispano-Suiza war ein Unternehmen aus Frankreich. Es gehörte zum Konzern Hispano-Suiza.

Unternehmensgeschichte mini|Hispano-Suiza 15–20 HP mini|Hispano-Suiza 15–45 HP mini|Hispano-Suiza Type 26 mini|Hispano-Suiza H 6 mini|Hispano-Suiza HS 26 mini|Hispano-Suiza J 12 mini|Hispano-Suiza K 6 La Hispano-Suiza aus dem spanischen Barcelona bestand seit 1904 und stellte Automobile her. Nach Rennerfolgen im Jahr 1910 stieg die Nachfrage. Allerdings sorgte ein Streik für eine Produktionsunterbrechung. Daraufhin fiel der Entschluss, eine Zweigniederlassung in Frankreich nahe der Hauptstadt Paris zu eröffnen. Als weitere Vorteile wurden die Nähe zu vielen Käufern und Lieferanten sowie der Entfall von Import und Export gesehen.

Am 3. Januar 1911 wurde der Chefkonstrukteur Marc Birkigt nach Paris geschickt, um das Werk aufzubauen. Louis Pilleverdier, Léon Derny. Olivier und Briges begleiteten ihn. In Levallois-Perret wurde ein verfallenes Straßenbahndepot gemietet. Im selben Jahr wurde das Unternehmen gegründet. Eine Quelle gibt die Firmierung Société des Automobiles Hispano-Suiza an. In Spanien wurde es einfach Fábrica Sucursal, also Zweigwerk, genannt. Die Produktion begann am 15. März. Eine andere Quelle gibt dafür den Juli 1911 an. José Vilá leitete das Unternehmen. Fernand Fomé unterstand das Konstruktionsbüro, François Develay die Werkstatt und Louis Massuger die Motorenabteilung.

Am 11. Januar 1912 wurde Jean Lacoste zum Direktor ernannt. Im Laufe des Jahres ersetzte Chapin Pilleverdier und Louis Massuger Derny. Es gab erste Pläne für den Kauf eines Grundstücks für ein neues Werk.

Im Januar 1913 erhielt Birkigt den Auftrag, den Kauf eines Grundstücks in Bois-Colombes vorzubereiten. Im Mai wurde ein Herr Mulliner damit beauftragt, das Werk zu bauen. In einer Anzeige zum Pariser Autosalon im Oktober 1913 wurde die Firmierung Société des Automobiles Hispano-Suiza genannt.

Im April 1914 erfolgte der Umzug in das neue Werk. Am 2. August wurde es aufgrund des Ersten Weltkriegs geschlossen. Birkigt wechselte zurück in das neutrale Spanien.

Danach wurden Flugmotoren und Rüstungsmittel produziert.

Eine Quelle gibt für die Zeit von 1916 bis 1923 die Firmierung Hispano-Suiza Section Aviation an.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde der Storch als Kühlerfigur eingeführt. Dies war ein Gedenken an die vielen französischen Piloten wie Georges Guynemer, die im Krieg ihr Leben verloren.

Im Oktober 1919 wurde der Hispano-Suiza H 6 auf dem Pariser Autosalon präsentiert, der neue Maßstäbe für Fahrzeuge der Oberklasse setzte.

1923 wurde das Unternehmen unabhängig. Spätestens ab diesem Jahr lautete die Firmierung Société Française Hispano-Suiza.

1926 arbeiteten 2200 Mitarbeiter in der Abteilung für Flugmotoren. Sie stellten monatlich etwa 74 Flugmotoren her und kümmerten sich bei weiteren maximal 100 Motoren um Service und Reparatur.

Die Rheinlandbesetzung 1936 durch das Deutsche Reich bedeutete, dass Frankreich aufrüsten musste. 1937 wurde die Société d’exploitation des matériels Hispano-Suiza abgespalten, die Flugmotoren und Rüstungsgüter herstellte. Das bisherige Unternehmen wurde dadurch wesentlich kleiner und beschränkte sich auf die Fahrzeugproduktion.

Anfang 1938 endete die Fertigung von Fahrzeugen. Danach verliert sich die Spur des Unternehmens.

Produkte Die ersten Pkw-Modelle waren Hispano-Suiza 12–15 HP, Hispano-Suiza 15–20 HP und Hispano-Suiza 15–45 HP, die vorher schon in Spanien hergestellt wurden.

Dazu kamen die Rennwagen Hispano-Suiza MCP und Hispano-Suiza Type 20 sowie Hispano-Suiza Type 21, Hispano-Suiza Type 22, Hispano-Suiza Type 26 und Hispano-Suiza Type 27.

Ab 1919 war der H 6 zunächst das einzige Modell. 1930 kam der kleinere Hispano-Suiza HS 26 dazu. Nachfolger wurden Hispano-Suiza J 12 und Hispano-Suiza K 6.

Modellübersicht ModellBauzeitZylinderBohrung (mm)Hub (mm)Hubraum (cm³)Leistung (PS)Text12–15 HP1911–1914 4 80 110 2212 18–20Bis 1910 aus spanischer Produktion15–20 HP1911–1914 4 80 130 2614 28–30Außerdem aus spanischer Produktion15–45 HP1911–1914 4 80 180 3619 40–45Auch 45 Cr und Alfonso XIII genanntBis 1910 aus spanischer ProduktionMCP1912 4 85,5 130 2986 96Rennwagen mit 4 verschiedenen Motoren, alle mit Kompressor1912 4 85 132 2996 1001912 4 85 132 2996 1001912 4 85 130 2951 100Type 201913–1914 4 85 130 2951 62RennwagenType 211913 4 80 130 2614 55Auch 15 HP de Luxe und 15–30 HP genanntType 221913 4 90 150 3817 Auch 18 HP de Luxe und 18–60 HP genanntType 251914 4 85 180 4086 63Variante des 15–45 HPType 261914 4 90 180 4580 75Vierventiltechnik1915 aus spanischer ProduktionType 271914 4 80 150 3016 36H 61919–1932 6 100 140 6597 Erst H 6, dann H 6 B genannt (Tipo 41 oder Tipo 46)Variante H 6 C (Tipo 56) mit größerem MotorSportausführung Boulogne nur 19221924–1933 6 110 140 7983 1922 6 102 140 6864 I 61924–1925 6 85 110 3745 85Baugleich mit dem Tipo 49 aus spanischer ProduktionHS 261930–1935 6 90 120 4580 105Fahrgestell von BallotBaugleich mit dem Tipo 64 aus spanischer ProduktionJ 121931–1938 12 100 100 9425 220Type 68Produktion nur in Frankreich1935–1938 12 100 120 11310 250K 61934–1937 6 100 110 5184 140Baugleich mit dem Tipo 70 aus spanischer Produktion

Weblinks

Automoviles Hispano-Suiza y Deportivos Pegaso Auf hsypegaso.webcindario.com (spanisch).

Einzelnachweise Hispano-Suiza Auf allcarindex.com, abgerufen am 1. November 2021 (englisch).

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