Skjankino (, ) ist ein verlassener Ort im Rajon Neman der russischen Oblast Kaliningrad.
Die Ortsstelle Budupönen befindet sich zwei Kilometer nordöstlich von Kaschtanowka (Eigarren/Kernhall). Die Ortsstellen von Klein Puskeppeln/Pusken, Groß Puskeppeln/Keppen und Köllmisch Kackschen liegen im Rajon Krasnosnamensk.
Geschichte Budupönen (Hüttenfelde)
Im 18. Jahrhundert war Budup(h)önen ein königliches Vorwerk.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 19. 1874 wurde der Gutsbezirk Budupönen Domäne dem neu gebildeten Amtsbezirk Waszeningken im Kreis Ragnit zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Waschingen 1928 wurde dieser Gutsbezirk, nun im Kreis Tilsit-Ragnit gelegen, mit der Landgemeinde Klein Puskeppeln (s. u.) zur neuen Landgemeinde Budupönen B zusammengeschlossen. Das B stand für das Kirchspiel Budwethen, um den Ort von der ebenfalls im Kreis Tilsit-Ragnit im Kirchspiel Jurgaitschen gelegenen, nun Budupönen J genannten Landgemeinde zu unterscheiden. 1938 wurde die Gemeinde in Hüttenfelde umbenannt.
1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 115 1871 117 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 93 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 85 1910 82 1925Zeitschrift des Preussischen Statistischen Landesamts, Band 67, 1927 106 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 288 Einschließlich Klein Puskeppeln 1939 248 Einschließlich Pusken (Klein Puskeppeln)
Klein Puskeppeln (Pusken)
Klein Puskeppeln, zunächst Klein Puskeppallen genannt, war im 18. Jahrhundert ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 127. Die Landgemeinde Klein Puskeppeln wurde 1874 dem Amtsbezirk Waszeningken zugeordnet. 1928 wurde sie mit dem Gutsbezirk Budupönen Domäne (s. o.) zur Landgemeinde Budupönen B zusammengeschlossen. Dort wurde der Ortsteil 1938 in Pusken umbenannt.
Klein Puskeppeln/Pusken kam 1945 zur Sowjetunion.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 190 1871 219 1885 234 1905 183 1910 193
Groß Puskeppeln (Keppen)
Groß Puskeppeln, zunächst Groß Puskeppallen genannt, war im 18. Jahrhundert ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 127. Die Landgemeinde Groß Puskeppeln wurde 1874 dem neu gebildeten Amtsbezirk Kackschen im Kreis Ragnit zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Sandkirchen 1909 gelangte die Landgemeinde in den Amtsbezirk Budwethen.Rolf Jehke, Amtsbezirk Altenkirch Im Jahr 1929 wurde die Landgemeinde Köllmisch Kackschen (s. u.) an die Landgemeinde Groß Puskeppeln angeschlossen. 1938 wurde Groß Puskeppeln in Keppen umbenannt.
Auch Groß Puskeppeln/Keppen kam 1945 zur Sowjetunion.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867 72 1871 74 1885 98 1905 76 1910 68 1933 88 Einschließlich Köllmisch Kackschen 1939 74 Einschließlich Köllmisch Kackschen
Köllmisch Kackschen
Kackschen, auch mit Blotzinnen bezeichnet, war im 18. Jahrhundert ein köllmisches Gut.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 62. Später wurde der Ort als köllmisches Dorf bezeichnet.Alexander August Mützell: Neues Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des Preussischen Staates, Zweiter Band, G-Ko, Halle 1821 Zur Unterscheidung von den beiden nördlich gelegenen Orten Groß Kackschen und Klein Kackschen wurde er auch mit Köllmisch Kackschen bezeichnet. Im Jahr 1874 wurde die Landgemeinde Köllmisch Kackschen dem Amtsbezirk Kackschen zugeordnet. 1909 gelangte die Landgemeinde in den Amtsbezirk Budwethen. 1929 wurde die Landgemeinde Köllmisch Kackschen an die Landgemeinde Groß Puskeppeln (s. o.) angeschlossen.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 17 1871 27 1885 17 1905 10 1910 16
Skljankino Die frühesten derzeit bekannten Quellen, in denen der russische Ortsname Skljankino auftaucht, sind die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad von 1975,Административно-территориальное деление Калининградской области 1975 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1975, herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei) die eine Identifikation mit dem ursprünglichen Budupönen nahelegt,Auf Grund der darin angegebenen Entfernung nach Malomoschaiskoje und da dort gemäß den bekannten Karten noch Gebäude vorhanden waren und das 1976 in Kaliningrad erschienene offizielle russisch-deutsche Ortsverzeichnis,Населенные пункты Калининградской области: краткий справочник. / Ред. В.П. Ассоров, В.В. Гаврилова, Н.Е. Макаренко, Э.М. Медведева, Н.Н. Семушина. - Калининград: Калининградское книжное издательство, 1976 das Skjankino mit Groß Puskeppeln/Keppen identifizierte. Zu diesem Zeitpunkt war das ehemalige Groß Puskeppeln/Keppen allerdings vermutlich schon verlassen und dessen Ortsstelle befand sich im Rajon Krasnosnamensk, während Skjankino zum Dorfsowjet Malomoschaiski selski Sowet im Rajon Neman gehörte. 1997 wurde Skljankino noch an den Nachbarort Kaschtanowka angeschlossen,Durch den Beschluss der Oblastduma vom 22. Mai 1997, Nr. 38 "Об упорядочении учета сельских населенных пунктов области" (Über Regelungen der Erfassung der ländlichen Orte der Oblast) ist aber inzwischen verlassen.
Kirche Budupönen/Hüttenfelde, Groß Puskeppeln/Keppen, Klein Puskeppeln/Pusken und Köllmisch Kackschen gehörten zum evangelischen Kirchspiel Budwethen.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung in der Oblast Kaliningrad