Valerie May-Hülsmann (* 7. Mai 1883 als Bertha Margarethe Ludmilla Valerieancestry.de, FamilySearch-ID L6YW-RCW, abgerufen am 3. März 2021. oder Ludmilla Berta Margareta Valerie HülsmannEdith Neumann: Künstlerinnen in Württemberg. Zur Geschichte des Württembergischen Malerinnen-Vereins und des Bundes Bildender Künstlerinnen Württembergs. Band 2, Klett-Cotta, Stuttgart 1999, S. 108. in Angern-Rogätz an der Elbe; † 3. November 1946 in Stuttgart) war eine deutsche Porträt-, Landschafts- und Stilllebenmalerin sowie Illustratorin für Jugendbücher.

Leben und Werk Valerie Hülsmann war die Tochter von Sabine Barbara Hülsmann geborene Mack (* 1852) und Karl Hülsmann (* 1856). Sie verbrachte ihre Jugend in Tangerhütte in der Altmark, besuchte von 1898 bis 1901 die Königliche Kunstschule zu Berlin und schloss die Ausbildung mit dem Staatsexamen als Zeichenlehrerin ab. Von 1901 bis 1906 besuchte sie die Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins. Ihre Lehrer waren Heinrich Knirr, Hermann Groeber, Georg WeinholdDictionary of artists, Band 9 (Maele – Müller), Gründ 2006, S. 607., Fritz Hegenbart, Moritz Heymann und in Dachau Adolf Hölzel. 1906 siedelte die Künstlerin nach Stuttgart über und bezog bis 1907 eine Atelierwohnung im Vereinshaus des Württembergischen Malerinnenvereins. Nach dem Umzug war sie Privatschülerin von Hölzel. Im Jahr 1907 unternahm sie eine Reise nach Italien. 1908 heiratete sie den Maler, Bildhauer, Musiker und Schriftsteller Karl Friedrich Bruno May (1880–1959), mit dem sie weitere Studienreisen unternahm. 1911 wurde die Tochter Renate geboren († 1980). Das Paar betrieb zeitweise eine Malschule. Valerie May-Hülsmann gehörte zur Jury des Württembergischen Kunstvereins. Vor der Gleichschaltung der Künstler durch die Nationalsozialisten war May-Hülsmann Beisitzerin im Württembergischen Malerinnenverein. Sie stellte in Deutschland, Italien und Südamerika aus, teilweise gemeinsam mit ihrem Mann. Ihr um 1930 verwendetes Monogramm bestand aus einem H, das über einem M liegt und durch ein kleines V bekrönt wird.Franz Goldstein: Internationales Verzeichnis der Monogramme bildender Künstler seit 1850. Walter de Gruyter & Co., Berlin 1964, S. 350. (eingeschränkte Vorschau bei Google Bücher) Einige ihrer Werke befinden sich im Kunstmuseum Stuttgart sowie in der Grafischen Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart.

Arbeiten (Auswahl) ÖlgemäldeAusstellung Württemberger Kunstverein Stuttgart, März 1909. In: Frauenberuf, 12. Jahrgang, Nr. 11, S. 82. Ölgemälde FrühlingsblumenVereins-Ausstellung im Malerinnenhaus, Bilder-Verzeichnis, Württembergischer Malerinnen-Verein e.V., Stuttgart, 1909, Nr. 25, 74. Ölgemälde Stillleben ÖlgemäldeAusstellung Württemberger Kunstverein Stuttgart, Februar 1910. In: Frauenberuf, 13. Jahrgang, Nr. 6, S. 36. StraußAusstellung Württemberger Kunstverein Stuttgart, Dezember 1913. In: Schwäbische Kronik des Schwäbischen Merkurs, Nr. 561, Abendblatt vom 1. Dezember 1913. Ölgemälde Die GratulantinKunst-Ausstellung Stuttgart 1914, Verband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein, Königliches Kunstgebäude, Stuttgart 1914, Nr. 186. ÖlgemäldeAusstellung Württemberger Kunstverein Stuttgart, November 1914. In: Frauenberuf, 17. Jahrgang, Nr. 43, S. 223. Zwei KinderbilderAusstellung Frauenkunstverband, Mai 1915. In: Schwäbische Kronik des Schwäbischen Merkurs, Nr. 201, Abendblatt vom 1. Mai 1915; Stuttgarter Neues Tagblatt vom Mai 1915. Ölgemälde Blumen in SilberschaleAusstellung zu Gunsten württembergischer Künstler im Königlichen Kunstgebäude am Schloßplatz, Stuttgart 1915, Nr. 245–249. Ölgemälde Gelbe Rosen Zeichnung Am See Zeichnung Kind mit Hund Markt im Winter Tuschezeichnung Von der ReiseWürttemberger Kunst 1891–1916, Ausstellung zu Ehren des 25jährigen Regierungs-Jubiläums S.M. des Königs Wilhelm II., Königliches Kunstgebäude, Stuttgart 1916, Nr. 400. Ölgemälde MutterfreudeGroße Schwäbische Kunstschau, Jubiläumsausstellung des Ausstellungsverbands Künstlerbund Stuttgart, Stuttgart 1925, Nr. 166. Weihnachtsblüten3. Ausstellung der Juryfreien Künstlervereinigung Stuttgart mit Sonderausstellung „Das Bild im Raum“ auf dem Interims-Theaterplatz, Stuttgart 1932, Nr. 45–47. Bildnis Oberst M. Am Blanken Pfuhl Blumenstillleben mit „Crokus“

Ausstellungen (Auswahl) Atelierhaus-Galerie des Württembergischen Malerinnenvereins (1909) Württembergischer Kunstverein Stuttgart (1909)Stuttgarter Kunstbericht. In: Die christliche Kunst, 5. Jahrgang 1908/1909, S. 219 f.Die Werkstatt der Kunst, Organ für die Interessen der bildenden Künstler, 8. Jahrgang 1908/1909, S. 328. (Digitalisat) Württembergischer Kunstverein Stuttgart (1910)Die Werkstatt der Kunst, Organ für die Interessen der bildenden Künstler, 9. Jahrgang 1909/1910, S. 259. (Digitalisat) Nassauischer Kunstverein Wiesbaden (1911)Ausstellung von Werken Stuttgarter Künstler, Festsaal des Rathauses, 2. April 1911. Galerie Eduard Schulte, Berlin (1911)Die Werkstatt der Kunst, Organ für die Interessen der bildenden Künstler, 11. Jahrgang 1911/1912, S. 145. (Digitalisat) Galerie Eduard Schulte, Köln (1912)Die Werkstatt der Kunst, Organ für die Interessen der bildenden Künstler, 11. Jahrgang 1911/1912, S. 342. (Digitalisat) Galerie Eduard Schulte, Düsseldorf (1912)Die Werkstatt der Kunst, Organ für die Interessen der bildenden Künstler, 11. Jahrgang 1911/1912, S. 396. (Digitalisat) Frühjahrs-Ausstellung der Münchener Secession im Königlichen Kunstausstellungsgebäude in München (1912) Württembergischer Kunstverein Stuttgart (1912)Die Werkstatt der Kunst, Organ für die Interessen der bildenden Künstler, 12. Jahrgang 1912/1913, S. 49. (Digitalisat) Künstlerverein St. Lukas, Magdeburg (1913)Die Werkstatt der Kunst, Organ für die Interessen die bildenden Künstler, 12. Jahrgang 1912/1913, S. 482. (Digitalisat) Württembergischer Kunstverein Stuttgart (1913, 1915, 1917, 1927) Gartenbauausstellung (1913) Frauenkunstverband (1915, 1924, 1924) Ausstellung zu Gunsten Württembergischer Künstler (1915) Württemberger Kunst 1891–1916 (1916) Kunsthaus Schaller (1925) Große Schwäbische Kunstschau des Stuttgarter Künstlerbunds (1925)

Posthum „Hölzel und sein Kreis“ (1961) „Zeichner im südwestdeutschen Raum“, Staatsgalerie (1976)

Illustrationen (Auswahl) Margarete Miltschinsky: Puppe Liesels Abenteuer. (mit vier farbigen Bildern von Valerie May-Hülsmann) Thienemann, Stuttgart o. J. Paul Brockhaus: Wunderbaum. Bub und Mädel, kommt heran, und wer mag, der schüttle dran! Geschichten, Lieder und Rätsel für die Kleinen. (mit vier Bildern von Valerie May-Hülsmann) Thienemann, Stuttgart 1919. Sophie Wilmanns: Die Familie Fröhlich. Eine Puppen- und Weihnachtsgeschichte. (mit 27 Tondruckbildern von Valerie May-Hülsmann) Thienemann, Stuttgart 1920. Sophie Wilmanns: Von Surr und Schnurr und anderm kleinen Volk. Geschichten von Menschen und Tieren. (mit 16 Tondruckbildern von Valerie May-Hülsmann) Thienemann, Stuttgart 1924.

Mitgliedschaften Münchner Künstlerinnenverein (1901–1911) Württembergischer Malerinnenverein (1906–1946) Frauenkunstverband, Ortsgruppe Stuttgart (1915–1927) Württembergischer Kunstverein Stuttgart Freie Künstlervereinigung Stuttgarter Künstlerbund

Literatur Frauenberuf, 12. Jahrgang, Nr. 11, S. 82. Frauenberuf, 13. Jahrgang, Nr. 6, S. 36. Die Werkstatt der Kunst, 12. Jahrgang 1913, Heft 4, S. 49. Die Werkstatt der Kunst, 14. Jahrgang 1915, Heft 41, S. 506. Die Werkstatt der Kunst, 16. Jahrgang 1917, Heft 34, S. 430. Julius Baum, Max Diez, u. a.: Die Stuttgarter Kunst der Gegenwart. Stuttgart 1913, S. 154, Abb. S. 156, S. 299. Johann Friedrich Häuselmann: Bruno und Valerie May-Hülsmann (Stuttgart). In: Westermanns Monatshefte, 68. Jahrgang, 387/93. Willy Oskar Dressler: Dresslers Kunsthandbuch, 8. Ausgabe, Band 2 (Bildende Kunst), Wasmuth, Berlin 1921, S. 381.

Hölzel und sein Kreis des Württembergischen Kunstvereins. 1961, S. 171 f. Zeichner 1976, Nr. 74. Gert K. Nagel: Schwäbisches Künstlerlexikon. Vom Barock bis zur Gegenwart. München 1986, S. #. Helmut Herbst (Hrsg.): Adolf Hölzels Schülerinnen. Künstlerinnen setzen neue Maßstäbe. Luise Deicher zum 100. Geburtstag. (Katalog zur Ausstellung im Museum der Stadt Waiblingen und Rathaus Waiblingen vom 8. September bis 6. Oktober 1991) Stuttgart 1991, S. #. Edith Neumann: Künstlerinnen in Württemberg. Zur Geschichte des Württembergischen Malerinnen-Vereins und des Bundes Bildender Künstlerinnen Württembergs. Band 2. Klett-Cotta, Stuttgart 1999, ISBN 3-608-94192-4, S. 108. May-Hülsmann, Valerie. In: Allgemeines Künstlerlexikon, ... (Allgemeines Künstlerlexikon Online, K. G. Saur, Berlin / New York 2009, zuletzt abgerufen am 16. Dezember 2021.)

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Stuttgart) Kategorie:Illustrator (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1883 Kategorie:Gestorben 1946 Kategorie:Frau