Der Glasbach oder Vorderbach ist der rechte Oberlauf des Fischbachs im Schwarzwald-Baar-Kreis. Er fließt durchwegs etwa ostwärts, längstenteils durch das Gebiet der Gemeinde Königsfeld im Schwarzwald, und vereint sich in der Gemeinde Niedereschach mit dem linken Eschbach. Da der Glasbach länger und wasserreicher als der Eschbach ist, der Fischbach wiederum der stärkere Bach am Zusammenfluss mit der Eschach ist und die Eschach bei der Mündung in den Neckar wiederum mehr Wasser führt als dieser, ist der Glasbach der hydrologische Hauptquellast des Neckarsystems.
Geographie Verlauf Der Glasbach entspringt am zu Königsfeld im Schwarzwald gehörenden Zinken Brogen auf einer Höhe von . Von dort fließt er in östliche Richtung durch das Landschaftsschutzgebiet Glasbachtal, passiert mehrere Mühlen und Einzelgehöfte, die Ruine Waldau und die Ortschaft Burgberg. Unterhalb von Burgberg durchfließt der Bach das Waldstück Pfarrwald und vereinigt sich in der Ortschaft Fischbach mit dem Eschbach zum Fischbach.
Der 12,5 km lange Lauf des Glasbachs endet 218 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 18 ‰.
Einzugsgebiet Das Einzugsgebiet ist ca. 26,3 km² groß. Der höchste Punkt liegt ganz im Westen auf wenig über auf dem Brogen in der Gemarkung Langenschiltach.
Zuflüsse Liste der direkten Zuflüsse von der Quelle zur Mündung. Ohne Mühlkanäle.
Mönchhofbächle, von links und Norden auf in den Mühlkanal Königsfeld-Mühllehen, 1,1 km und 1,2 km² Roggenbächle, von rechts und Westsüdwesten auf etwa in den Mühlkanal Königsfeld-Schlossmühle, 3,1 km und 3,4 km² Hühnerbach, nach dem einzugsgebietsreicheren Oberlauf auch Hörnlebach, von rechts und Südwesten auf etwa in Königsfeld-Burgberg, 5,0 km mit dem längeren linken Oberlauf Hühnerbach und 7,9 km²
Geologie Im Einzugsgebiet des Glasbachs steht überall der Buntsandstein des östlichen Schwarzwaldrandes an. Der Bach beginnt seinen Lauf wenig unter dem Oberen und tief sich relativ schnell bis in den Unteren Buntsandstein ein. Etwa zwischen Mühllehen und der Schlossmühle durchquert der Bach einen tektonischen Graben, nach welchem der Talgrund wiederum im Unteren Buntsandstein liegt. Zuletzt kehrt er am untersten Lauf in den Oberen Buntsandstein zurück, in dem er auch mündet.
Schutzgebiete Der Glasbach fließt zwischen Brogen und Mönchshof durch das Landschaftsschutzgebiet Glasbachtal und durch das FFH-Gebiet Baar, Eschach und Südostschwarzwald. Bei der Ruine Waldau fließt er durch das gleichnamige Landschaftsschutzgebiet. Der gesamte Bachlauf liegt im Naturpark Südschwarzwald.
Literatur Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 7816 St. Georgen im Schwarzwald
Einzelnachweise LUBW Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Glasbachs Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Höhe: Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. Höhe nach grauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. Länge: Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN). EZG: Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN). Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) für ein nur wenig größeres Einzugsgebiet, dessen überständige Anteile auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte abgemessen und abgezogen wurden. Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).
Andere Belege Geologie nach den Layern zu Geologische Karte 1:50.000 auf:
Weblinks Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Glasbachs auf: Meßtischblatt 7816 Königsfeld von 1910 in der Deutschen Fotothek
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