Der Kanton Pastaza befindet sich in der Provinz Pastaza im Osten von Ecuador. Er besitzt eine Fläche von etwa 20.000 km². Im Jahr 2022 lag die Einwohnerzahl bei rund 82.800. Verwaltungssitz des Kantons ist die Provinzhauptstadt Puyo mit etwa 33.500 Einwohnern (Stand 2022). Folgende Volksgruppen sind im Kanton vertreten: Shuar, Achuar, Andwa, Kichwa, Sápara und Shiwiar.

Lage Der Kanton Pastaza erstreckt sich über den zentralen und südlichen Teil der Provinz Pastaza. Das Gebiet liegt im Amazonastiefland. Der Kanton liegt am linken Flussufer des Río Pastaza. Im Norden wird der Kanton vom Río Curaray und dessen rechten Nebenfluss Río Villano begrenzt. Die Fernstraße E45 (Macas–Tena) durchquert den Kanton. Die E30 zweigt bei Puyo nach Westen ab und führt nach Baños.

Der Kanton Pastaza grenzt im Osten an Peru, im Süden an die Kantone Taisha, Huamboya und Palora der Provinz Morona Santiago, im Westen an den Kanton Mera, im Nordwesten an den Kanton Santa Clara sowie im Norden an den Kanton Arajuno.

Verwaltungsgliederung Der Kanton Pastaza ist in die Parroquia urbana („städtisches Kirchspiel“) Puyo und in die Parroquias rurales („ländliches Kirchspiel“) Canelos Diez de Agosto El Triunfo Fátima Montalvo Pomona Río Corrientes Río Tigre Sarayacu Simón Bolívar (Verwaltungssitz in Mushullacta) Tarqui Teniente Hugo Ortiz Veracruz (Verwaltungssitz in Indillama) gegliedert.

Geschichte Der Kanton Pastaza wurde am 13. November 1911 als eigenständige politische Entität mit dem Hauptort Andoas (heute zur peruanischen Region Loreto gehörig) gegründet, seit 1912 war Sarayacu Hauptort. Am 5. Januar 1921 wurde eine neue territoriale Gesetzgebung im Amazonastiefland beschlossen, seitdem war Puyo Hauptort der Jefatura Pastaza, die dem heutigen Kanton äquivalent ist.

Aus dem Kanton Pastaza wurden folgende Gebiete ausgegliedert: 2. Januar 1992: Kanton Santa Clara (Parroquia Santa Clara) 25. Juli 1996: Kanton Arajuno (Parroquias Arajuno und Curaray)

Weblinks

Bevölkerungsstatistik bei www.citypopulation.de

Einzelnachweise