mini|Transsibirien-Highway mini|Russische Kavallerie beschützt die Transsibirische Straße vor Zerstörung durch die Japaner Transsibirien-Highway ist der nicht-offizielle Straßenname für eine 9962 km lange transkontinentale Fernstraße in Russland zwischen St. Petersburg und Wladiwostok.
Allgemeines Der Transsibirien-Highway gehört zu den längsten Fernstraßen der Welt. Er verbindet die Ostsee mit dem Japanischen Meer.Ian Rogers, London to Magadan, 2019, S. 146 Der Transsibirien-Highway bzw. seine Teilstrecken sind ein wichtiger Transportweg für den Personen- und Gütertransport in Russland. Ein Teil des Highways folgt parallel der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn. Er wird in Russland nicht so bezeichnet, so dass der Fahrer die offiziellen Straßenschilder der Teilstrecken beachten muss.
Geschichte Der frühere Generalgouverneur Sibiriens, Michail Michailowitsch Speranski, bereiste im März 1819 die „sibirische Route“ zwischen St. Petersburg und Irkutsk, die spätestens seit dem 18. Jahrhundert existierte. Im Winter legten die Eilboten die Strecke von etwa 6000 Werst (6400 km) in 25 Tagen zurück.Roland Cvetkovski, Modernisierung durch Beschleunigung: Raum und Mobilität im Zarenreich, 2006, S. 179 Im 1876 veröffentlichten Roman Der Kurier des Zaren von Jules Verne wird die Reise des Kuriers Michael Strogoff auf dieser Sibirien-Route geschildert.
Im Februar 1904 hielten es die Russen für erforderlich, die transsibirische Straße vor der Zerstörung durch die Japaner zu schützen. Die Ausbauarbeiten am Transsibirien-Highway begannen 1981. Die St. Petersburg Times berichtete hierzu: „Bis 2004 war der Transsibirien-Highway noch nicht komplettiert, weil eine Bauzeitverzögerung beim Amur-Highway eingetreten war.“Kyu-ho Hwang, Solongus II: The Land of Rainbow, 2015, o. S. Präsident Wladimir Putin befuhr diesen Teilabschnitt medienwirksam im August 2010 mit einem Lada Kalina.Helga Zepp-LaRouche/Michael O. Billington u. a., The New Silk Road Becomes the World Land-Bridge, 2014, S. 29 Im August 2015 war die Gesamtstrecke vollständig asphaltiert.
Teilstrecken Der Transsibirien-Highway setzt sich aus mehreren Fernstraßen zusammen. Dies sind (von West nach Ost) M10, M5, R254, R255 (gleichzeitig AH6), R258 (gleichzeitig AH6), R297 und A370.
mini|Präsident Wladimir Putin mit einem Lada Kalina auf dem Amur-Highway mini|Putin auf dem Amur-Highway; das Schild in der Nähe von Trek (ТРЕК) zeigt das 1910 km entfernte Tschita Straßenname von – bis Wegstrecke M10 St. Petersburg – Moskau 706 km M5 Moskau – Tscheljabinsk 1855 km R254 Tscheljabinsk – Nowosibirsk 1532 km R255 Nowosibirsk – Irkutsk 1831 km R258 Irkutsk – Tschita 1113 km R297 Tschita – Chabarowsk 2165 km A370 Chabarowsk – Wladiwostok 760 km Gesamtlänge St. Petersburg – Wladiwostok 9962 km
Der Amur-Highway (R297) ist mit 2165 km das längste Teilstück des Transsibirien-Highways. Der Transsibirien-Highway bzw. seine Teilstrecken sind ein wichtiger Transportweg für den Personen- und Gütertransport in Russland. Ein Teil des Highways folgt parallel der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn.
Literatur John Bolger: Trans-Siberian Road Trip, 2017, Self Edition, ISBN 9781973517580 Norman Handy: Crossing Russia on the Trans Siberian, 2018, Novum Publishing, ISBN 978-3-99064-046-3
Einzelnachweise
Kategorie:Fernstraße in Russland R Russland254 M Russland10 R Russland254 Kategorie:Straße in Sibirien