mini|Gruppe von Shorttrack-Läufern bei der WM 1985 in Amsterdam mini|Szene vor Rennstart bei der WM 2015 mini|Wiktor Ahn (hier bei den Olympischen Spielen 2014), mit 18 Weltmeistertiteln einer der erfolgreichsten Shorttracker

Die Liste der Weltmeister im Shorttrack verzeichnet alle Sieger sowie die Zweit- und Drittplatzierten bei den seit 1976 jährlich stattfindenden Shorttrack-Weltmeisterschaften, aufgeteilt nach Männern und Frauen sowie nach Disziplin. Im Anschluss an einen Überblick über die Titelträger und eine Auflistung der Medaillengewinner findet sich eine Aufstellung der insgesamt erfolgreichsten WM-Teilnehmer – sortiert nach Zahl der von ihnen gewonnenen Goldmedaillen – sowie eine Nationenwertung.

Die Weltmeisterschaften von 1976 bis 1980 wurden nicht als solche ausgetragen (1976–77: World Competition, 1978–80: ISU Championships), werden aber mittlerweile in der Darstellung des Weltverbandes und demnach auch in dieser Liste gleichwertig zu späteren Titelkämpfen behandelt. Von 1976 bis 2000 wurden ausschließlich Weltmeister im Mehrkampf und in der Staffel gekürt. Seit 2001 führt die Internationale Eislaufunion (ISU) auch die Sieger auf den Einzelstrecken 500 Meter, 1000 Meter und 1500 Meter als Weltmeister. In: Short Track Speed Skating Media Guide 2021/22. S. 23. Abgerufen am 13. Dezember 2021 auf isu.org. Die Mehrkampfwertung entfiel mit der WM 2023. Dafür wurde zusätzlich zu den Einzelstrecken sowie den Frauen- und Männerstaffeln eine Mixedstaffel in das Programm der Weltmeisterschaften aufgenommen.Communication No. 2472: Agenda of the 58th Ordinary Congress Phuket - 2022 auf isu.org. 3. Mai 2022. Abgerufen am 11. Juni 2023. Die Vorschläge 61 und 62 beschreiben die entsprechende Programmänderung. Beide Vorschläge wurden auf dem ISU-Kongress im Juni 2022 angenommen, vgl. ISU 58th Ordinary Congress Phuket 2022 Day 3 auf isu.org. 8. Juni 2022. Abgerufen am 11. Juni 2023.

In den 1980er- und frühen 1990er-Jahren waren Sportler aus Kanada und aus Japan die erfolgreichsten Shorttracker. Die Kanadierinnen Sylvie Daigle und Nathalie Lambert gewannen in dieser Zeit (inklusive Titeln mit der Staffel) jeweils 15 WM-Goldmedaillen. Seit Mitte der 1990er-Jahre gingen die meisten Titel nach China und Südkorea. Die Chinesinnen Yang Yang und Wang Meng sowie Wiktor Ahn, der bis 2010 unter seinem Geburtsnamen Ahn Hyun-soo für Südkorea und danach für Russland antrat, wurden jeweils 18-fache Weltmeister.

Hinweis: Die folgenden Auflistungen berücksichtigen nicht die Titelträger bei Teamweltmeisterschaften, die von 1991 bis 2011 unabhängig von den Weltmeisterschaften an einem anderen Ort stattfanden. Die Liste folgt somit der Darstellung der ISU, die Weltmeisterschaften und Teamweltmeisterschaften ebenfalls voneinander getrennt führt.

Überblick Weltmeister und Streckensieger Die beiden folgenden Tabellen geben einen Überblick über die Erstplatzierten bei den im Rahmen von Shorttrack-Weltmeisterschaften ausgetragenen Wettkämpfen im Mehrkampf, über 500 Meter, 1000 Meter, 1500 Meter, 3000 Meter und in der Staffel (im Regelfall 5000 Meter bei den Männern und 3000 Meter bei den Frauen). Aus Platzgründen wird jeweils nur das Land der siegreichen Staffel aufgeführt, die genaue Aufstellung der Staffelläufer findet sich weiter unten in der Aufführung der Medaillengewinner. 1976 wurden zwei Männerstaffeln gelaufen: eine über 3000 Meter, die das britische Team gewann, und eine über 5000 Meter, die die US-Mannschaft für sich entschied.

Gelb hinterlegte Zellen zeigen an, dass der jeweilige Sieger des Rennens in der ISU-Statistik als Weltmeister geführt wird. Das betrifft sämtliche Mehrkampf- und Staffelwettbewerbe sowie seit 2001 die Rennen über 500, 1000 und 1500 Meter. Der 3000-Meter-Wettkampf (für den sich nur die besten Läufer der vorherigen Strecken qualifizieren) zählt ausschließlich für den Mehrkampf. auf isu.org. Abgerufen am 14. Dezember 2021. S. 40. „See Rule 285, paragraph 4, for the 3000 m Super-Final. These Super-Finals are non-medal races“. Die Gewinner in solchen Rennen, die nicht als eigenständige WM-Wettbewerbe ausgeschrieben waren, sind kursiv markiert.

Sylvie Daigle aus Kanada war 1983 die erste Athletin, die alle Wettbewerbe einer Shorttrack-Weltmeisterschaft gewann. Später gelang dies auch den beiden Südkoreanern Kim Ki-hoon (1992) und Kim Dong-sung (2002) sowie Suzanne Schulting aus den Niederlanden (2021)Rory Jiwani: Dutch star Suzanne Schulting makes history at Dordrecht Worlds auf olympics.com. 7. März 2021. – wobei Kim Ki-hoon 1992 nicht den Staffelweltmeistertitel holte. 1987 teilten sich Toshinobu Kawai und Michel Daignault punktgleich den Mehrkampftitel bei den Männern, zehn Jahre später kam es bei den Frauen zum Gleichstand zwischen Chun Lee-kyung und Yang Yang (A), die den ersten Shorttrack-Weltmeistertitel im Mehrkampf für China errang.Canadian skater shares world title. In: Globe & Mail [Toronto, Canada], 6. April 1987, S. D2. Abgerufen am 13. Dezember 2021 via Gale In Context: Biography; Colin Murphy: Eintrag von Yang Yang in der Encyclopædia Britannica. Abgerufen am 14. Dezember 2021.

Männer Weltmeisterschaft Mehrkampf 500 Meter 1000 Meter 1500 Meter 3000 Meter Staffel 1976 1977 – 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 wegen der COVID-19-Pandemie entfallen 2021 2022 2023 – – 2024 – – 2025– –

Frauen Weltmeisterschaft Mehrkampf 500 Meter 1000 Meter 1500 Meter 3000 Meter Staffel 1976 1977 – 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 wegen der COVID-19-Pandemie entfallen 2021 2022 2023 – – 2024 – – 2025 – –

Medaillengewinner Die folgenden Tabellen führen alle in der ISU-Datenbank gelisteten Medaillengewinner bei Shorttrack-Weltmeisterschaften seit 1976.Ein Bericht von Sports Illustrated über die Weltmeisterschaft 1976 weist darauf hin, dass dort insgesamt wesentlich mehr Goldmedaillen verteilt wurden als es die ISU verzeichnet, vgl. Pat Putnam: A pack that hopes to be picked. „All told, the U.S. took four of the five relays and, in fact, pretty much swept the meet, winning 20 of a possible 27 gold medals and 47 of 71 medals overall.“ Bei den Staffeln werden dabei nicht nur die Läufer genannt, die im Finale zum Einsatz kamen, sondern auch die Ersatzläufer, die im Vorlauf antraten.

Männer Mehrkampf Weltmeisterschaft Gold Silber Bronze 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 – 1988 1989 1990 – 1991 1992 1993 1994 – 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 wegen der COVID-19-Pandemie entfallen 2021 Semjon Jelistratow 2022

500 Meter Weltmeisterschaft Gold Silber Bronze 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 wegen der COVID-19-Pandemie entfallen 2021 Semjon Jelistratow 2022 2023 2024 2025

1000 Meter Weltmeisterschaft Gold Silber Bronze 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 wegen der COVID-19-Pandemie entfallen 2021 2022 2023 2024 2025

1500 Meter Weltmeisterschaft Gold Silber Bronze 2001 – 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 wegen der COVID-19-Pandemie entfallen 2021 Semjon Jelistratow 2022 2023 2024 2025

Staffel Weltmeisterschaft Gold Silber Bronze 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 wegen der COVID-19-Pandemie entfallen 2021 2022 2023 2024 2025

Frauen Mehrkampf Weltmeisterschaft Gold Silber Bronze 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 – 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 – 1998 – 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 wegen der COVID-19-Pandemie entfallen 2021 2022

500 Meter Weltmeisterschaft Gold Silber Bronze 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 wegen der COVID-19-Pandemie entfallen 2021 2022 2023 2024 2025

1000 Meter Weltmeisterschaft Gold Silber Bronze 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 wegen der COVID-19-Pandemie entfallen 2021 2022 2023 2024 2025

1500 Meter Weltmeisterschaft Gold Silber Bronze 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 wegen der COVID-19-Pandemie entfallen 2021 2022 2023 2024 2025

Staffel Weltmeisterschaft Gold Silber Bronze 1976 – 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 wegen der COVID-19-Pandemie entfallen 2021 2022 2023 2024 2025

Mixedstaffel Weltmeisterschaft Gold Silber Bronze 2023 2024 2025

Erfolgreichste WM-Teilnehmer Die Liste der erfolgreichsten WM-Teilnehmer nennt alle Shorttracker, die mindestens sechs Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften gewannen. Dabei werden auch Titel mit der Staffel mitgezählt, wobei eine eigene Spalte angibt, wie viele Goldmedaillen ein Athlet als Einzelsportler holte. Am erfolgreichsten sind nach dieser Rechnung die Chinesinnen Wang Meng und Yang Yang (A), die jeweils 18 Weltmeistertitel errangen – gleich viele wie Wiktor Ahn, der sechzehn Mal für Südkorea und zweimal für Russland siegte. Die meisten Medaillen unabhängig von der Farbe holte der Kanadier Charles Hamelin, der zwischen 2005 und 2021 insgesamt 37 Mal auf dem Siegerpodest stand.World Championships - Athlete Medal Table auf isu.html.infostradasports.com. Abgerufen am 14. Dezember 2021. Am häufigsten erfolgreich im Mehrkampf waren Wiktor Ahn und Yang Yang (A) mit jeweils sechs Titeln, wobei Yang zwischen 1997 und 2002 sechs Mal in Folge Mehrkampf-Weltmeisterin wurde, Ahn fünf Mal (2003 bis 2007, zusätzlich 2014).

Platz: Reihenfolge der Athleten. Diese wird durch die Anzahl der Goldmedaillen bestimmt. Bei gleicher Anzahl werden die Silbermedaillen verglichen, dann die Bronzemedaillen. Name: Name des Athleten. Land: Das Land, für das der Athlet startete. M/W: Das Geschlecht des Athleten (männlich/weiblich). Von: Das Jahr, in dem der Athlet die erste Medaille gewonnen hat. Bis: Das Jahr, in dem der Athlet die letzte Medaille gewonnen hat. Gold: Anzahl der gewonnenen Goldmedaillen. Einzelgold: Anzahl der gewonnenen Goldmedaillen, die in einer Individualdisziplin gewonnen wurden. Silber: Anzahl der gewonnenen Silbermedaillen. Bronze: Anzahl der gewonnenen Bronzemedaillen. Gesamt: Anzahl aller gewonnenen Medaillen.

Stand aller Daten: nach der WM 2025