Anton Graff (geboren am 28. Juli 1900 in Köln; gestorben am 19. Juni 1974 ebenda)Landesarchiv NRW, Personenstandsarchiv Rheinland, Personenstandsregister, Standesamt Köln-West, Sterbefälle, Urkunde Nr. 1877 vom 20. Juni 1974. war 1947/1948 Oberkreisdirektor des Kreises Schleiden.Landkreistag Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Dokumentation über die Landräte und Oberkreisdirektoren in Nordrhein-Westfalen 1845–1991. Knipping, Düsseldorf 1992, S. 632.

Leben Herkunft und Ausbildung Anton Graff war ein Sohn des Oberpostsekretärs Heinrich Graff (geboren am 27. Oktober 1861 in Kürrenberg; gestorben am 24. Januar 1931 in Köln;Landesarchiv NRW, Personenstandsarchiv Rheinland, Personenstandsregister, Standesamt Köln II, Sterbefälle, Urkunde Nr. 62 vom 24. Januar 1931. verheiratet am 18. August 1893 in Eupen) aus dessen Ehe mit Maria Berta Graff, geborene Mattar (geboren am 18. Juli 1868 in Eupen; gestorben am 12. September 1949 in Köln-Lindenthal).Landesarchiv NRW, Personenstandsarchiv Rheinland, Personenstandsregister, Standesamt Köln I, Sterbefälle, Urkunde Nr. 3197 vom 12. September 1949. Anton Graff hatte einen Bruder, Karl, 1931 als Privatlehrer in Köln tätig, ist er auch in den Folgejahren als Lehrer in Köln nachweisbar.

Werdegang Der Kölner Graff studierte nach dem Besuch eines Gymnasiums Rechts- und Staatswissenschaften. Seine Studien schloss er nach Ablegung des ersten und zweiten juristischen Staatsexamens im Jahr 1925 mit der Promotion zum Dr. rer. pol. ab. Seine Arbeit trug den Titel: Der Lehrling in der Industriearbeit. Ein Beitrag zur Schulung und Erziehung des ArbeitsnachwuchsesErschienen 1925 im Volksverein Verlag, Mönchengladbach.. Nachfolgend betätigte er sich als Vereins- (1927Adressbuch Köln, 1927, Teil II, S. 304., 1933Adressbuch Köln, 1933, Teil II, S. 304.), Verbands- (1929Adressbuch Köln, 1929, Teil I, S. 328., 1930Adressbuch Köln, 1930, Teil I, S. 326.) bzw. Bezirkssekretär (1931Adressbuch Köln, 1933, Teil I, S. 330.) einer nicht näher bekannten Organisation, bevor er im Weiteren als Versicherungsinspektor (1935Adressbuch Köln, 1935, Teil I, S. 322.), „Angestellter“ (1938Adressbuch Köln, 1938, Teil I, S. 329.) oder als Treuhänder (1939,Adressbuch Köln, 1939, Teil I, S. 337. 1941/42Adressbuch Köln, 1941/42, Teil I, S. 352.) belegt ist. Dabei wohnte er bis etwa 1938 im elterlichen Haus, Dagobertstr. 22 in der Altstadt-Nord, bevor er nach Nippes in die Auerstr. 2 verzog, wo er auch noch um 1943 lebte.Amtliches Fernsprechbuch für den Bezirk der Reichspostdirektion Köln 1943, S. 60. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war er zunächst als Angestellter in Diensten der auf den Vellerhof bei Blankenheim ausgelagerten Kreisverwaltung Schleiden.

Bei Umsetzung der Aufteilung der bisher auf den Landrat vereinten Aufgaben auf einen hauptamtlichen Oberkreisdirektor und einen nebenamtlichen Landrat wurde der seit März 1945 amtierende Landrat Bruno Klausener als Landrat bestätigt und die neu eingerichtete Stelle des Oberkreisdirektors zum 1. April 1946 auf Anton Graff übertragen.Karl J. Lüttgens (Hrsg.): Chronik des Kreises Schleiden/Euskirchen und seiner Nachbarn 1792–1980. Ereignisse–Personen–Orte–Daten–Zusammenhänge, Wallraf, Schleiden 2010, ISBN 978-3-00-029457-0. Nach einjähriger Amtszeit am 1. April 1947 durch den Kreistag erstmals gewählt, bestätigte der Kreistag in einer weiteren Wahl Graffs Funktion und wählte ihn am 3. Juni 1947 auf 12 Jahre als Oberkreisdirektor. Graff trat jedoch bereits am 11. November 1948 zurück, zu seinem Nachfolger wurde Felix Gerhardus gewählt. Er kehrte nach Köln zurück, wo er um 1949/1952 in der Siebengebirgsallee 90 wohnte.Adressbuch Köln, 1952, Teil I, S. 338. Dort starb 1949 auch seine Mutter. Von nun an, bis zu seinem Tod 1974, betätigte Graff sich als Steuerberater.Adressbuch Köln, 1960, Teil I, S. 303.Adressbuch Köln, 1967, Teil I, S. 363.Adressbuch Köln, 1973, Band 2, S. 849.

Anton Graff heiratete am 22. März 1927 in Köln Agnes Maria Graff, geborene Leufen.

Literatur Oberkreisdirektor des Kreises Schleiden (Hrsg.): Kreis Schleiden. Wie er war. Wie er wurde. Wie er ist. 31. Dezember 1971, 1971, mit Bild auf S. 30.

Einzelnachweise

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