Hermann Kienzle (* 24. Juni 1876 in Basel; † 26. August 1946 ebenda) war ein Schweizer Kunsthistoriker.

Leben und Werk Hermann Kienzle war ein Sohn des Kaufmanns Hermann Gustav Adolf Kienzle. Seine Brüder waren Wilhelm Kienzle und der Innenarchitekt, Maler und Bildhauer Otto Walter Kienzle (1877–1944).

An der Universität Basel studierte Kienzle klassische Philologie, Archäologie und Kunstgeschichte und trat danach eine Stelle als Assistent am Historischen Museum an. Nach drei Jahren wechselte er nach Darmstadt, wo er als Kurator am Hessischen Landesmuseum wirkte, und ab September 1912 erster wissenschaftlicher Museumsleiter des dortigen Gewerbemuseums wurde. 1916 wurde er als Nachfolger von Jules de Praetere zum Direktor der Allgemeinen Gewerbeschule Basel und des dazugehörigen Gewerbemuseums gewählt. Diese Stellung hatte er bis zu seiner Pensionierung 1942 inne.Georg Schmidt: Hermann Kienzle 1876–1946. In: Werk. 33. Jg., Nr. 12, 1946, S. 403–406, abgerufen am 14. Dezember 2021 (archiviert in E-Periodica der ETH Zürich). Als zweiter Vorsitzender war Kienzle des Weiteren lange Jahre im Zentralvorstand des Schweizerischen Werkbundes. Über seine Rolle in dieser Organisation schreibt Georg Schmidt:

Der Maler Ernst Wolf portraitierte 1946 Hermann Kienzle im Auftrag des Kunstkredit Basel-Stadt.Portrait in der Sammlung des Kunstkredit Basel-Stadt, abgerufen am 11. September 2022.

Als Präsident der Eidgenössischen Kommission für angewandte Kunst war Kienzle u. a. massgeblich an der Entstehung des Wettbewerbs «Schweizer Plakate des Jahres» beteiligt.

Einzelnachweise

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