Rohrbach ist eine Ortschaft und gleichnamige Rotte in der Weststeiermark in der Marktgemeinde Hitzendorf im Bezirk Graz-Umgebung in der Steiermark. Rohrbach ist zugleich auch der Name einer Katastralgemeinde von Hitzendorf. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand: ).

Lage und Geographie Rohrbach liegt im nördlichen Teil der Marktgemeinde Hitzendorf, nördlich des Marktortes im Liebochtal. Der Ort wird vom Rohrbach durchflossen.

Die Steinbergstraße (L382), die Steinberg mit Reiteregg verbindet, kreuzt in Rohrbach die Liebochtalstraße (L336) die Sankt Bartholomä mit Hitzendorf verbindet.

Auf dem Gebiet der Katastralgemeinde bestehen neben der gleichnamigen Ortschaft Rohrbach auch noch die Rotten Aich, Neudorf, Neudorfberg und Rochberg.

Geschichte Eine Besiedlung auf dem Gebiet des heutigen Ortes lässt sich durch mehrere Hügelgräber bis auf die Römerzeit zurückverfolgen. Diese wurden allerdings nur einmalig 1881 schriftlich erwähnt und ihr Standort sowie ihr Erhaltungszustand ließen sich seither nicht bestätigen oder feststellen. Bereits seit 1220 lässt sich bei Rohrbach Weinbau nachweisen, der für das Stift Rein erfolgte. Erstmals urkundlich erwähnt ist der Ort allerdings erst 1527 als Rorpach. Weitere Erwähnungen datieren 1600 als Rohrbach sowie um 1780 als Rohrbach. Der Ortsname leitet sich dabei von rôr, dem mittelhochdeutschen Namen für ein Röhricht ab.

Bis zur Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1848 gehörten die Bewohner Rohrbachs im Verlauf der Jahrhunderte zu verschiedenen Herrschaften. Dem Stift Rein gehörten bis 1284 mehrere Güter bei Rohrbach, die das Stift aber bis auf drei gegen solche bei Schirning tauschte. Im Jahr 1527 waren Teile des Ortes nachweislich im Besitz des Christoph von Windisch-Graetz, der ein eigenes Amt Rohrbach unterhielt. Ein Weingarten im Ort gehörte 1542 zur Gült von Hans Rulkho und kam später an die Herrschaft Obergamlitz. Für dasselbe Jahr lassen sich in Rohrbach auch Untertanen der Herrschaft Großlobming-Zachischer Ansitz nachweisen. Weiters hatten die Herrschaften Großsöding, Hintenfeld, Kroisbach, Ligist (mit dem Amt Attendorf), Oberthal und Plankenwarth Untertanen im Ort. Die in Graz ansässigen Jesuiten hatten in Rohrbach eine Konviktsgült.

Mit der Konstituierung der freien Gemeinden im Jahr 1850 wurde Rohrbach Teil der freien Ortsgemeinde Rohrbach, ab 1951 Rohrbach-Steinberg. Im Zuge der Steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurde Rohrbach-Steinberg, und dadurch auch Rohrbach im Jahr 2015 Teil der Marktgemeinde Hitzendorf.

Wirtschaft und Infrastruktur Rohrbach ist ein Siedlungsort, der auch landwirtschaftlich geprägt ist. Der ab 1220 nachweisbare Weinbau spielte eine größere wirtschaftliche Rolle. Der Weinbau wurde noch bis in das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts hinein intensiv betrieben. Daneben gab es 1867 mit je einer Mühle am Rohrbach und einer am Loderbachel zwei Mautmühlen im Ort. Noch 1893 lassen sich die Holzmühle und die Sternmühle nachweisen.

Der Ort ist nach Hitzendorf und St. Oswald bei Plankenwarth eingepfarrt und die Kinder besuchen die Schulen in Hitzendorf und Sankt Oswald bei Plankenwarth.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Der 1969 errichtete Greitbauer-Bildstock In Rohrbach gibt es einige Kapellen und Bildstöcke die von regionalgeschichtlicher Bedeutung sind. Der Greitbauer-Bildstock wurde laut einer Inschrift 1969 von Ignaz Walch errichtet und hat eine Nische in der ein Kreuz sowie Bilder stehen. Daneben gibt es noch die Groß Hiaslwirtkapelle.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1527 Kategorie:Geographie (Hitzendorf) Kategorie:Ort im Bezirk Graz-Umgebung Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Liebochbach Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Graz-Umgebung Kategorie:Weststeirisches Riedelland Kategorie:Rotte (Siedlungstyp)