mini|hochkant|Wappen derer von Birckau in Siebmachers Wappenbuch Birckau (auch: Birkau, Berkau, Berckau o. ä.) ist ein 1616 in männlicher Linie ausgestorbenes thüringisches Adelsgeschlecht, das zur Ritterschaft der Grafschaft Stolberg gehörte.

Geschichte Henning von Berckau, adliger Knappe und Diener des Grafen Heinrich d. Ä. zu Stolberg und dessen Begleiter auf einer Reise ins Gelobte Land im Jahre 1468, ist einer der ersten bekannten Vertreter der Familie.

Letzter Sitz der Familie war in Breitungen, wo sie den sogenannten Dittichenröder Freihof besaß.Eintrag in der Deutschen Digitalen Bibliothek Zuvor hatte im Jahre 1602 Wilhelm von Birckau wegen Schulden seine Rittergüter zu Neustadt und Harzungen mit 7 Hufen Land für 1300 Reichstaler an Jobst von Bötticher in Nordhausen verkauft.Peter Kuhlbrodt: Spezialinventar von Quellen zur Geschichte der Freien Reichsstadt Nordhausen in Archiven des Freistaates Thüringen. Nordhausen 2008, S. 272f.

Auf dem Dittichenröder Freihof in Breitungen lebte Wilhelm von Birckau mit seiner Familie bis zu seinem Tod im Juni 1611.Iusta Funebria. Eine Christliche Leichpredigt Bey der Sepultur und Adelichen Leichbestattunge/ des ... Wilhelmen von Birckau/ uff Breitungen/ seligen/ Welcher doselbst ... den 5. Sontag nach Trinitatis, war der 23. Iunii dieses 1611. Er hinterließ die Witwe Anna von Birckau geborene von Trebra, den unmündigen Sohn Martin Wilhelm von Birckau und die beiden Töchter Anna Magdalena und Veronika Agnes.

Aufgrund des Lehnrechts fiel das Gut in Breitungen an den unmündigen Sohn, dessen Vormünder es aufgrund von drückenden Schulden 1613 für neun Jahre an die Gräfin Clara von Schwarzburg verpfändeten. Zur Einlösung von Seiten des Martin Wilhelm von Birckaus kam es 1621 nicht mehr, da er zwischenzeitlich verstorben war. Um dessen Erbschaft kam er in den Jahren 1618 bis 1629 zu gerichtlichen Auseinandersetzungen.Eintrag in der Deutschen Digitalen Bibliothek

Die Schwester des letzten männlichen Vertreters der Familie von Birckau, Anna Magdalena von Birckau, hatte sich im September 1616 Wolf von Morungen auf Obersdorf verlobt und diesen spätestens 1617 geheiratet.

Wappen Blasonierung: In Blau ein silberner Schrägrechtsbalken, belegt mit drei roten Rosen. Auf dem Helm mit rechts blau-silbernen und links rot-silbernen Helmdecken drei Straußenfedern blau-silbern-rot, auch jede auf einer roten Rose steckend.Mülverstedt (1884), S. 18.

Es besteht eine Wappenverwandtschaft mit den thüringischen Arnswaldt.

Literatur George Adalbert von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 6 (Abgestorbene, erloschene Geschlechter), 6. Abt.: Ausgestorbener preußischer Adel, Provinz Sachsen (exl. die Altmark), Nürnberg 1884, S. 18 (uni-goettingen.de) und Tfl. 12 (uni-goettingen.de).

Einzelnachweise

Kategorie:Thüringer Adelsgeschlecht