Heinz Klemmer (* 8. August 1921 in Oberhausen; † 5. November 1988 in KärntenWeser-Kurier vom 29. Dezember 2018: Todesanzeigen.) war ein deutscher Beamter, Unternehmer und Politiker (SPD) und war Mitglied der Bremischen Bürgerschaft.

Biografie Familie, Ausbildung, Beruf

Klemmer absolvierte eine Ausbildung für die Verwaltung in einem Hüttenwerk in Oberhausen. Er diente im Zweiten Weltkrieg als Soldat. Nach der Kriegsgefangenschaft war er in Bremen als Kriminalpolizist und dann ab 1949/50 als Beamter beim Senator für das Innere tätig und von 1950 bis 1958 als Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz Bremen, zuletzt als Oberregierungsrat, dann bis 1967 als Leiter des Straßenverkehrsamtes.Der Spiegel vom 18. November 1958: Wieland und Wiegand. Ab 1970 bis zu seinem Ruhestand (1988) war er Prokurist und Leiter der Niederlassung Bremen der Nordwestdeutschen Siedlungsgesellschaft Hamburg (NWDS), einer der großen Wohnungsgesellschaften in und um Bremen.

Er war verheiratet und hatte Kinder.

Politik Klemmer war als Mitglied der SPD in seinem Ortsverein in Bremen-Horn-Lehe aktiv. Er wurde 1960 und 1965 von der SPD auf deren Landesliste für die Wahlen zum Bundestag aufgestellt. In den 1960er Jahren war er SPD-Stadtkreisvorsitzender in Bremen-Ost. Er trat häufig als Referent für die SPD auf und vertrat die Bremer auch bei SPD-Bundesparteitagen.Weser-Kurier: Diverse Notizen im Archiv.

Von 1967 bis 1971 war er Mitglied der 12. Bremischen Bürgerschaft und dort Mitglied verschiedener Deputationen, u. a. für das Bauwesen, sowie Sprecher des neu geschaffenen Petitionsausschusses.Norbert Korfmacher: Mitgliederverzeichnis der Bremischen Bürgerschaft 1946 bis 1996 (= Kommunalpolitik, Band 1). Lit, Münster 1997, ISBN 3-8258-3212-0. Er unterstützte als Deputationssprecher den Bau einer „Blockland-Stadt“ nördlich der Blockland-Autobahn.Weser-Kurier vom 21. Mai 1968: Blockland-Stadt mit eigenem Bahnhof. Neue Heimat schreibt Wettbewerb aus / Platz für mindestens 15.000 Wohnungen. 1969 berichtete der Weser-Kurier-Redakteur Ulrich Manz kritisch zu Baulandankäufen bei der Verbreiterung der Blockland-Autobahn.Ulrich Manz: Bundesrechnungshof fordert Stellungnahme an. ...Auch im Hollerland undurchsichtige Grundstückgeschäfte. In: Weser-Kurier vom 28./29. Juni 1969. Bei der Bauland-Affäre in Bremen wurden der Fraktionsvorsitzende Richard Boljahn (SPD), der Bürgerschaftsabgeordnete Hans Ludwig Kulenkampff (CDU) und der Makler Wilhelm Lohmann kritisch vom Untersuchungsausschuss genannt.Weser-Kurier in mehreren Berichten vom 2. und 30. Juli, 9./10. und 11. August 1969. Klemmer ließ seine Funktion als Sprecher der Baudeputation auf Grund der Forderung der SPD vorübergehend ruhen.Weser-Kurier vom 30./31. August 1969: Konsequenzen aus der Bauland-Affäre. Er wurde jedoch danach vom Untersuchungsausschuss rehabilitiert und war dann wieder Sprecher der Baudeputation.Weser-Kurier vom 19. Februar 1970: Votum für Klemmer und Böhrnsen. Beide stellten die Vertrauensfrage.Klaus Wedemeier (Hrsg.): Gewollt und durchgesetzt: Die SPD-Bürgerschaftsfraktion des Landes Bremen von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart. Verlag für Sozialwissenschaften, Bremen 1983/2012. Nachdem Klemmer zum Leiter einer Wohnungsgesellschaft (NWDS) wurde, verließ er im Oktober 1970 die Baudeputation, um Interessenskonflikte zu vermeiden.Weser-Kurier vom 7. März 1970: Klemmer verläßt die Baudeputation. Er kandidierte deshalb auch nicht mehr für die Bürgerschaft.

Weitere Mitgliedschaften Mitglied der Gewerkschaft ÖTV

Einzelnachweise

Kategorie:Mitglied der Bremischen Bürgerschaft (ab 1945) Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Unternehmer (Bremen) Kategorie:Person (Horn-Lehe) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1921 Kategorie:Gestorben 1988 Kategorie:Mann