Gucin () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Łukta (Landgemeinde Locken) im Powiat Ostródzki (Kreis Osterode in Ostpreußen).
Geographische Lage Gucin liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 20 Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Ostróda ().
Geschichte Um das Jahr 1915 wurde der Abbau Grommelt gegründet und 1921 als Taubenhof bezeichnet, obwohl der kleine Weiler im Volksmund fast ausschließlich Gutchen genannt wurde. Er war bis 1945 ein Wohnplatz im Nordwesten der Gemeinde Brücvkendorf () im Kreis Osterode in Ostpreußen. In Kriegsfolge kam Gutchen in Kriegsfolge zusammen mit dem ganzen südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Gucin“. Heute ist die Siedlung ein Teil der Landgemeinde Łukta (Landgemeinde Locken) im Powiat Ostródzki (Kreis Osterode in Ostpreußen), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Kirche Bis 1945 war Taubenhof resp. Gutchen über die Muttergemeinde Brückendorf in die evangelische Kirche LockenWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 499–500 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche Neu KockendorfAGOFF: Kreis Osterode in Ostpreußen (polnisch Nowe Kawkowo) eingepfarrt. Heute gehört Gucin katholischerseits zu Nowe Kawkowo im Erzbistum Ermland, evangelischerseits zur Kirche Łęguty (Landggut), einer Filialkirche von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Gucin liegt an der Kreisstraße (polnisch Droga powiatowa) DP 1203N, die Wilnowo (Willnau) über Mostkowo (Brückendorf) mit Gutkowo (Göttkendorf) verbindet. Die nächste Bahnstation ist Kozia Góra (Ziegenberg, 1926 bis 1945 Schönhausen) an der heutigen PKP-Linie 220 Olsztyn–Bogaczewo ().
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Ortsplan Brückendorf
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1915 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Łukta