Johann(es) ("Hans") von Sparrenberg, auch von Sparnberg, war ein sächsischer Amtshauptmann.
Leben Er stammte aus dem Adelsgeschlecht Sparnberg und gehörte offensichtlich zu denjenigen Adligen aus dem Vogtland, die sich gemeinsam in einer Fehde gegen Markgraf Wilhelm I. von Meißen auflehnten und in Haft genommen wurden. Erst nach dem Schwur des Urfriedens und seiner Unterordnung unter den Markgrafen wurde er im Juli 1399 aus der Haft entlassen.Mitteilungen des Vereins für Vogtl. Geschichte. 1896, S. 337 (Online). Fortan musste er sich in den Dienst der Markgrafen von Meißen stellen. So erscheint ein Hans von Sparrenberg (Sparnberg) 1412 als Vertreter der Markgrafen von Meißen bei der vertraglichen Einigung, die zur Beendigung der Adelsfehde gegen Eger führte.Mitteilungen des Vereines für Geschichte der Deutschen in Böhmen. 1913, S. 94.
Ein Hans von Sparrenberg wird 1412/13 als Hauptmann des Amtes Delitzsch urkundlich erwähnt. Ob er identisch mit der obengenannten Person ist, bleibt unsicher. 1422 tritt dieser Hans von Sparrenberg als Amtmann zu Schellenberg als Zeuge beim Abschluss des Landfriedens zwischen dem Kurfürsten von Brandenburg und den Land- und Markgrafen von Thüringen und Meißen in Erscheinung.CDS I B 4, Nr. 188. 1426 wird dieser Hans von Sparrenberg als Amtmann in Brüx urkundlich erwähnt.CDS I B 4, Nr. 479.
Von 1420 bis 1427 besaß ein Hans von Sparrenberg neben dem Schloss Burgau (heute Burgruine Burgau) auch ein Haus und ein Gut in Burgau im Kurfürstentum Sachsen.
Literatur Manfred Wilde: Die Ritter- und Freigüter in Nordsachsen. Ihre verfassungsrechtliche Stellung, ihre Siedlungsgeschichte und ihre Inhaber (= Aus dem Deutschen Adelsarchiv. Band 12). C. A. Starke, Limburg 1997, S. 632.
Einzelnachweise
Kategorie:Amtshauptmann (Sachsen) Kategorie:Adliger Kategorie:Person (Delitzsch) Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 16. Jahrhundert Kategorie:Mann