Das Großsteingrab Lundegård 2 war eine megalithische Grabanlage der jungsteinzeitlichen Nordgruppe der Trichterbecherkultur im Kirchspiel Gørløse in der dänischen Kommune Hillerød. Es wurde im 19. oder frühen 20. Jahrhundert zerstört.

Lage Das Grab lag nordnordwestlich von Gørløse und östlich des Hofs Lundegård unmittelbar an der Bahnstrecke. In der näheren Umgebung gibt bzw. gab es zahlreiche weitere megalithische Grabanlagen.

Forschungsgeschichte Im Jahr 1890 führten Mitarbeiter des Dänischen Nationalmuseums eine Dokumentation der Fundstelle durch. Bei einer weiteren Dokumentation im Jahr 1942 waren nur noch Reste der Hügelschüttung vorhanden.

Beschreibung Die Anlage besaß eine nordost-südwestlich orientierte rechteckige Hügelschüttung mit einer Länge von etwa 17 m und einer Breite von etwa 8 m. 1890 waren noch 14 Umfassungssteine erhalten: acht im Osten, drei im Westen, einer im Südosten und zwei im Nordwesten.

Der Hügel enthielt zwei Grabkammern. Die erste lag etwa 5,5 m vom südwestlichen Ende entfernt. Sie war 1890 nur noch in Resten erhalten. Über Form, Maße und Orientierung liegen keine Angaben vor.

Die zweite Kammer lag etwa 3 m vom nordöstlichen Ende entfernt. Sie hatte einen fünfeckigen Grundriss und ist somit als Polygonaldolmen anzusprechen. Sie hatte eine Länge von 2,2 m, eine Breite von 1,7 m und eine Höhe von 1,2 m. 1890 waren noch drei Wandsteine erhalten. Die anderen Wandsteine und der Deckstein fehlten.

Literatur Klaus Ebbesen: Danmarks megalitgrave. Band 2. Katalog. Attika, Kopenhagen 2008, ISBN 978-87-7528-731-4, Nr. 157 (PDF; 2 MB).

Weblinks Fund og Fortidsminder: Lundegrd. (dänisch)

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