Watson (Eigenschreibweise watson) ist die deutsche Lizenzausgabe des gleichnamigen Schweizer Nachrichtenportals, redaktionell und inhaltlich aber von diesem getrennt. Die Newsseite wird in Deutschland von Ströer Media betrieben.
Konzept
Watson wurde 2014 als Nachrichtenportal in der Schweiz gegründet und vom Medienunternehmer Peter Wanner getragen. Zum Start der Webseite war Hansi Voigt Leiter des Portals, er war zuvor Chefredakteur des Onlineportals 20min.ch. Er gab zum der Gründungszeitpunkt von Watson in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) an, die Texte der Redaktion sollten in einem narrativen Stil verfasst sein. Es gab zudem eine Lizenz, Inhalte von Spiegel Online auf dem Portal zu publizieren. Rainer Stadler bewertete Ende 2015 in einem Feuilleton-Artikel der NZZ das Portal als Infotainment und sah die politische Ausrichtung als linksliberal.
2018 wurde ein deutscher Ableger unter dem Dach der Ströer Media gegründet. Ströer Media betrieb zum Start der deutschen Watson Ausgabe bereits das Onlineportal T-Online. Die Süddeutsche Zeitung beschrieb dabei Watson als komplementär zu T-Online, mit einer jüngeren und digitaleren Zielgruppe.Jung und digital. In: Süddeutsche Zeitung, 22. März 2018, abgerufen am 13. Juli 2026.
Geschichte der deutschen Ausgabe Die deutsche Ausgabe des Nachrichtenportals startete 2018 mit einer 25-köpfigen Redaktion.Onlineportal watson.de – Angriff aus der Werbebranche. In: Deutschlandfunk, 8. Mai 2018, abgerufen am 7. August 2022.watson.de sieht aus wie watson.ch. In: persönlich, 21. März 2018, abgerufen am 7. August 2022. Marc Schmitz, zum Startzeitpunkt der für Medieninhalte verantwortliche Ströer-Geschäftsführer gab an, die Zielgruppe sei die „Generation Mobile“, also die 20- bis 35-Jährigen. Am 22. März 2018 wurde die deutsche Ausgabe online geschaltet.
Die ursprüngliche Chefredakteurin Gesa Mayr und ihre Stellvertreterin Anne-K. Gerstlauer verließen Watson am 8. November 2018 aufgrund unterschiedlicher Auffassung über die redaktionelle Ausrichtung, woraufhin CCO Arne Henkes kommissarisch die Leitung übernahm. Ab dem 1. April 2019 leitete Kinga Rustler als Chefredakteurin das Portal.Kinga Rustler wird Chefredaktorin. In: persönlich, 7. März 2019, abgerufen am 7. August 2022. Sie hat die Ausrichtung strategisch überarbeitet und Nachrichten und Informationen für junge Menschen wieder in den Fokus gerückt.
Neben der News-Berichterstattung nimmt die Redaktion sechs Schwerpunkte in den Fokus, die gerade für die junge Generation wichtig sind: Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung, Vielfalt, Chancengleichheit, Streaming und der positive Blick.
Im Januar 2022 übergab Kinga Rustler die Chefredaktion an Swen Thissen, um sich übergreifenden Aufgaben in der Ströer Content Group zu widmen. Das Redaktionsteam bestand Mitte 2022 aus rund 40 Personen.Das watson-Team. auf der Website von watson.de, abgerufen am 7. August 2022.
Zum 1. September 2025 wurde die bisherige Stellvertreterin von Thissen, Ronja Brier, zur Chefredakteurin ernannt. Thissen wechselte in die Chefredaktion des ebenfalls von Ströer betriebenen Portals t-online. Brier betonte zum Amtsantritt die Ausrichtung als gesamtheitliches Nachrichtenangebot für eine junge Zielgruppe.
Weiteres Engagement Im Juni 2021 organisierte Watson in Kooperation mit dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg und der Fachstelle Extremismusdistanzierung ein virtuelles Fachgespräch zum Thema „Feindbild Medien“. Inhalt der Veranstaltung war der Umgang von Journalisten mit den Vorwürfen einer angeblich „gleichgeschalteten Lügenpresse“ durch Demonstrationen und extremistische Ideologien.
Weblinks Watson Deutschland
Einzelnachweise
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