Karl Julius von Hochwächter (* 6. Mai 1845 auf Haus Fürstenberg; 31. Oktober 1926 in Weimar) war ein preußischer Generalleutnant.
Leben Herkunft Karl entstammte der II. Linie des rittermäßigen Reichsadelsgeschlechts von Hochwächter. Er war das jüngste von drei Kindern des preußischen Majors und Herrn auf Fürstenberg Gustav von Hochwächter (1810–1890) und dessen Ehefrau Agnes, geborene Nering-Bögel (1805–1875). Sein älterer Bruder Gustav (1842–1919) war Landrat des Kreises Moers.
Militärkarriere Aus dem Kadettenkorps kommend wurde Hochwächter am 9. April 1864 als Sekondeleutnant dem Westfälischen Jäger-Bataillon Nr. 7 der Preußischen Armee in Kleve überwiesen. Er nahm während des folgenden Krieges gegen Dänemark an der Einschließung von Fredericia teil und wirkte 1866 im Krieg gegen Österreich in den Schlachten bei Münchengrätz und Königgrätz. 1870/71 war Hochwächter im Krieg gegen Frankreich bei der Einschließung von Metz und einer Reihe von Gefechten eingebunden, wofür er das Eiserne Kreuz II. Klasse erhielt. Sein Bataillonschef Adolf Georg Fürst zu Schaumburg-Lippe zeichnete Hochwächter mit dem Ehrenkreuz III. Klasse seines Hausordens mit Schwertern und seiner Militär-Verdienstmedaille aus.
Nach dem Friedensschluss war Hochwächter von Oktober 1871 bis März 1873 als Kompanieoffizier zur Unteroffizierschule in Potsdam kommandiert und avancierte Mitte November 1871 zum Premierleutnant. Im Herbst 1876 nahm er an der Generalstabsübungsreise des VII. Armee-Korps teil, rückte Mitte Dezember 1876 zum überzähligen Hauptmann auf und wurde am 10. Februar 1877 unter Versetzung in das 2. Schlesische Jäger-Bataillon zum Kompaniechef ernannt. In gleicher Funktion erfolgte Mitte Mai 1882 seine Rückversetzung in das Westfälische Jäger-Bataillon Nr. 7. Mit Wirkung zum 1. April 1887 wurde Hochwächter am 22. März 1887 in das 3. Hessische Infanterie-Regiment Nr. 83 versetzt und Mitte September 1888 zum überzähligen Major befördert. Unter Ernennung zum Bataillonskommandeur folgte am 24. März 1890 eine Verwendung im 5. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 94 (Großherzog von Sachsen). Mit der Beförderung zum Oberstleutnant schloss sich am 17. Juni 1893 eine Verwendung in Lyck als etatmäßiger Stabsoffizier im 8. Ostpreußischen Infanterie-Regiment Nr. 45 an. Vom 27. Januar 1897 bis zum 15. August 1899 war Hochwächter als Oberst Kommandeur des Infanterie-Regiments „Markgraf Ludwig Wilhelm“ (3. Badisches) Nr. 111 in Rastatt. Für diesen Dienst erhielt Hochwächter die Erlaubnis zur Annahme des Kommandeurkreuzes des Ordens vom Zähringer Löwen. Anschließend wurde er Generalmajor und Kommandeur der in Kassel stationierten 43. Infanterie-Brigade. Am 2. März 1903 übernahm er mit der Beförderung zum Generalleutnant die 34. Division in Metz. In Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde Hochwächter am 2. Mai 1904 mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt und Wilhelm II. verlieh ihm aus diesem Anlass den Stern zum Roten Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub.Militär-Wochenblatt. Nr. 54 vom 5. Mai 1904, S. 1347.Militär-Wochenblatt. Nr. 64 vom 31. Mai 1904, S. 1609.
Familie Hochwächter hatte sich am 29. April 1873 in Dresden mit Wanda von Uechtritz (* 1847) verheiratet, mit der er drei Töchter hatte.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 312–314. Die älteste Tochter Wanda (* 1874) heiratet am 10. Oktober 1894 in Lyck den späteren Generalmajor Udo von Fischer (1868–1938).
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1928. Zwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1927, S. 249. Preußisches Heroldsamt (Hrsg.), Marcelli Janecki: Handbuch des Preußischen Adels. Erster Band, Mittler & Sohn, Berlin 1892, S. 215–217. (Digitalisat) [Hans] Wallmüller: Offizier-Stammliste des Königlich Preußischen Infanterie-Regiments von Wittich (3. Kurhessisches) Nr. 83. 1866–1903. Mittler & Sohn, Berlin 1903, S. 85–86. Christian Zweng: Die Preußischen Generale 1866–1920. Band 7: Hag–Hy. Institut für deutsche Phaleristik und Militärgeschichte, Osnabrück 2014, ISBN 978-3-95868-018-0, S. 289.
Einzelnachweise
Kategorie:Generalleutnant (Königreich Preußen) Kategorie:Person im Deutsch-Dänischen Krieg (Preußen) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 2. Klasse Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Kommandeur II. Klasse) Kategorie:Träger des Friedrichs-Ordens (Ritter I. Klasse) Kategorie:Träger des Verdienstordens Philipps des Großmütigen (Ritter I. Klasse) Kategorie:Inhaber des Lippischen Hausordens III. Klasse Kategorie:Träger der Militär-Verdienstmedaille (Lippe) Kategorie:Träger des Reußischen Ehrenkreuzes Kategorie:Träger des Hausordens vom Weißen Falken (Ritter/Ritter I. Klasse) Kategorie:Träger des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens (Ritter/Ritter I. Klasse) Kategorie:Infanterist (Preußen) Kategorie:Adliger Kategorie:Preuße Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1845 Kategorie:Gestorben 1926 Kategorie:Mann