Julius Ernst Konstantin Freiherr von Canitz und Dallwitz (geboren 1815; gestorben 1894) war ein deutscher Diplomat.

Herkunft und Familie Canitz und Dallwitz entstammte dem zeitweise im meißnisch-sächsischen Muldegebiet in der heutigen Gemeinde Thallwitz ansässigen Adelsgeschlecht Canitz und Dallwitz, das jedoch wegen Schulden bereits 1592 das dortige Rittergut verkaufen musste. Er war der dritte Sohn des preußischen Generalleutnants und Staatsmanns Karl von Canitz und Dallwitz (1787–1850) und dessen Ehefrau Auguste, geborene von Schmerfeld (1787–1825). Sein älterer Bruder Karl Friedrich Ernst von Canitz und Dallwitz (1812–1894) war ebenfalls Diplomat.

1856 heiratete er Aurelie Groeninx van Zoelen van Ridderkerk.

Werdegang Canitz versah vom 21. Juni bis zum 13. November 1841 vertretungsweise als Landrat die Verwaltung des Kreis Krefeld. Online-Zugang

Anschließend trat er in den Auswärtigen Dienst ein. Er war von 1842 bis 1843 Attaché in Paris und von 1844 bis 1846 Legationssekretär in Karlsruhe. Daraufhin war er von 1846 bis 1851 Gesandter in Sachsen. Von 1851 bis 1856 wurde er in Den Haag verwendet. Von 1856 bis 1859 war er Geschäftsträger in Lissabon und Madrid. Daraufhin war er von 1859 bis 1864 Gesandter in Hessen-Darmstadt und im Herzogtum Nassau und von 1864 bis 1866 Gesandter in Stuttgart. Schließlich war er von 1867 bis 1871 deutscher Botschafter in Spanien und von 1871 bis 1874 Botschafter in den Niederlanden.

Einzelnachweise

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