mini|Nikola Gulew, bulgarischer Revolutionär der IMRO mit aromunischen Wurzeln Bulgarophilie (Wortbildung mit Suffix aus dem Altgriechischen philía „Freundschaft“, „Liebe“, „Zuneigung“) bezeichnet eine allgemeine Affinität zu bulgarischer Kultur, Geschichte oder zum bulgarischen Volk. Bulgarien, aber auch die bulgarische Geschichte, bulgarische Traditionen, die bulgarische Sprache, die bulgarische Küche, die bulgarische Literatur etc. können Gegenstand der Bulgarophilie sein. Das Antonym zur Bulgarophilie ist die Bulgarophobie, die Abneigung vor Bulgarischem.Bomb-throwers and Cookie-pushers: American Diplomats, the Macedonian Question and Perceptions of Violence, 1919-1941, Publication: Balkan Studies (4/2003), Frusetta, James; Subject: History, Issue: 4/2003

Bulgarophilie in Nordmazedonien Nach 1945 verwendeten die Kommunisten aus Nordmazedonien den Begriff Bulgarophile als abfällige Bezeichnung für alle probulgarisch orientierten Mazedonier (die mit den faschistischen Besatzern kollaboriert hatten oder Teile der bulgarischen Kontračetniks waren) sowie für andere rechts eingestellte Mazedonier und Gegner der jugoslawischen Föderation und des Panserbismus. Der kommunistisch-jugoslawische Staat unterschied damals nicht zwischen mazedonischen Nationalisten und Bulgaren, und tendenziell wurden Mazedonier, die sich für eine Abspaltung von der SFR Jugoslawien einsetzten, Bulgarophile bzw. Bulgaren genannt.

Laut dem ehemaligen Premierminister von Nordmazedonien und Gründer der VMRO-DPMNE, Ljubčo Georgievski, fühlten sich nicht nur er, sondern auch 90 Prozent der Politiker von VMRO-DPMNE Anfang der 1990er Jahre sowie 50 Prozent der von ihm geführten Regierung von 1998 bis 2002 als Bulgarophile.Utrinski Vesnik: Што се случува во десницата, 31. Mai 2010 (mazedonisch) Als bulgarophil gilt auch die Klosterbruderschaft von Bigorski, die sich im Zuge des im Jahr 2017 zwischen Bulgarien und Nordmazedonien unterschriebenen Freundschaftsvertrags positiv äußerte. Der Hegumen des Klosters, Partenij Antaniski, erklärte in einer Rede:

Zu den weiteren Bulgarophilen in Nordmazedonien gehörten die Historiker Stojan KiselinovskiMarkus Krzoska: Beruf und Berufung. Geschichtswissenschaft und Nationsbildung in Ostmittel- und Südosteuropa im 19. und 20. Jahrhundert, ISBN 9783825880538, S. 189 und Zoran TodorovskiTribune.eu.com: Уште робуваме на старите поделби, Skopje, 27. Juni 2005 (mazedonisch), der ehemalige Kulturminister und Vater des mazedonischen Außenministers Nikola Dimitrov, Dimitar Dimitrov, die Schriftsteller Mladen SrbinovskiDeutsche Gesellschaft für Osteuropakunde: Osteuropa Band 51, Ausgaben 1 - 5, 2001, S. 315 und Mile Nedelkoski, die Schauspieler Risto ŠiškovЖртвите навалија да видат кој ги кодошел in Dnevnik, 5. August 2012 (mazedonisch) und Gjorgji KolozovНинко Величковски от Куманово, Вардарска Македония - "Изјава за Ѓорѓи Колозов", "Црните страници на УДБА", Скопје, 2016 година. Библиотека и Издателство "Струмски". sowie die Politiker Aleksandar Lepavcov und Antonio Milošoski. Letzterer distanzierte sich jedoch von seiner Bulgarophilie und unterstützte die anti-bulgarische Politik von Nikola Gruevski.Branko Geroski: Кој јазик го браните, министре Милошоски? (mazedonisch) 22. November 2010.

Einzelnachweise

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