Uciechowice (deutsch Auchwitz, ) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Branice im Powiat Głubczycki der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie Das Angerdorf Uciechowice liegt zehn Kilometer südöstlich von Branice, 24 Kilometer südlich von Głubczyce (Leobschütz) und 89 Kilometer südlich von Opole in der Schlesischen Tiefebene. Zwei Kilometer westlich verläuft die Politische Grenze zu Tschechien.

Nachbarorte von Uciechowice sind im Nordwesten Turków (Turkau), im Nordosten Jabłonka (Klemstein), im Osten Pilszcz (Piltsch) und im Süden Wiechowice (Wehowitz).

Geschichte mini|Kapelle Der Ort wurde 1285 erstmals als Uchechowitz erwähnt. 1377 wurde der Ort als Uczochowicz erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom Personennamen Utjech ab, der Sitz des Utjech.Stanisław Drzażdżyński: Die Slavischen Ortsnamen des Kreises Leobschütz. Leobschütz, 1896. S. 7 Digitale Version des Werkes

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Auchwitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Auchwitz ab 1816 zum Landkreis Leobschütz im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf 49 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Auchwitz 295 Einwohner, allesamt katholisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 13. 1860 wurde im Ort eine Schule errichtet. 1861 wurden Auchwitz neun Bauern-, sechs Gärtner- und 20 Häuslerstellen gezählt.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 861Geschichte des Ortes, branice.pl (polnisch) 1874 wurde der Amtsbezirk Auchwitz gebildet, der die Landgemeinden Auchwitz, Jacubowitz, Klemstein und Turkau umfasste.Amtsbezirk Auchwitz/Leimerwitz

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten in Auchwitz 198 Personen für einen Verbleib bei Deutschland und 0 für Polen. Auchwitz verblieb wie der gesamte Stimmkreis Leobschütz beim Deutschen Reich. 1933 wurden 292 Einwohner gezählt, 1939 waren es 287 Einwohner. Bis 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Leobschütz.

Infolge des Zweiten Weltkriegs fiel der bisher deutsche Ort 1945 unter polnische Verwaltung, wurde in Uciechowice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Im Sommer 1946 wurde die deutsche Bevölkerung des Ortes weitgehend vertrieben. 1950 wurde Uciechowice der Woiwodschaft Opole zugeteilt. Seit 1999 gehört es zum Powiat Głubczycki.

Sehenswürdigkeiten mini|Ortseingang Kapelle mit Glockenturm und spitzem Helmdach Hölzerne Wegekreuze

Literatur Georg Beier: Die Dörfer des Kreises Leobschütz 1914–1946. Oberschlesischer Heimatverlag Dülmen, 1990. ISBN 3-87595-277-4

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Einzelnachweise

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