mini|Mónica Ojeda 2018 auf der Buchmesse von Santiago de Chile

Mónica Ojeda Franco (* 17. Mai 1988 in Guayaquil) ist eine ecuadorianische Schriftstellerin. Unter anderem wurde sie mit dem Prinz-Claus-Preis und dem Premio ALBA für erzählende Kunst der Bolivarianischen Allianz für Amerika ausgezeichnet.

Leben Mónica Ojeda, Tochter einer Hochschul-Professorin für Literatur, fühlte sich früh selbst zum Schreiben hingezogen. Im Alter von 13 Jahren gewann sie einige Schul-übergreifende Schreibwettbewerbe. Ihre Studien an der Universidad Católica Santiago de Guayaquil schloss sie mit dem Lizenziat für Sozialwissenschaften ab. Anschließend absolvierte sie an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona ein Master-Studium für literarisches Schaffen.

Ihr erster Roman, La desfiguración Silva, wurde 2014 mit dem Premio ALBA ausgezeichnet. Die Jury unter dem Vorsitz des Schriftstellers Abdón Ubidia lobte in ihrer Entscheidung:

Im selben Jahr gewann sie mit dem Gedichtband El ciclo de las piedras den Premio Nacional Desembarco für junge Literatur. Die Gedichte behandeln die Zerbrechlichkeit der Kindheit.

Ebenfalls im Jahr 2015 wurde ihr zweiter Roman Nefando mit einer lobenden Erwähnung beim Premio Miguel Donoso für kurze Erzählung bedacht. In Mónica Ojedas eigenen Worten untersucht Nefando:

Das Buch wurde von der spanischen Zeitung El País in die Liste der zehn Werke aufgenommen, die den Boom der lateinamerikanischen Literatur repräsentieren. Der Schriftsteller und Kritiker Alberto Olmos nannte es „einen brillanten und morbiden Roman“«una novela brillante y enfermiza» und hob hervor, welch großes Talent der Autorin sich in dem Werk zeige.

2017 wurde sie in die Liste Bogotá39 der besten lateinamerikanischen Literaturschaffenden unter 40 Jahren aufgenommen. Diese Liste war im Rahmen der UNESCO World Book Capital City 2007 in Bogotá geschaffen worden. Im Januar 2018 veröffentlichte sie den Roman Mandíbula, der die Geschichte einer von Horrorgeschichten faszinierten Heranwachsenden erzählt, die von ihrer Literaturlehrerin entführt wird. El País bezeichnete ihn als einen der besten Romane der Saison. Der Roman wurde als einer der zehn Finalisten für den Preis der Biennale Mario Vargas Llosa 2018 nominiert. 2020 wurde sie für ihren Erzählungsband Las voladoras als Finalistin des Premio de Narrativa Breve Ribera del Duero nominiert. Der Band beschäftigt sich mit sexualisierter Gewalt, Abtreibung, Sexualität und Religion in einem Stil, für den der Begriff Gótico andinoAnden-Gothic geprägt wurde. Auch dieses Werk wurde von El País als eines der besten Bücher des Jahres bezeichnet und darüber hinaus von der spanischen Ausgabe der New York Times und anderen Publikationen.

2021 wählte das britische Magazin Granta sie zu einer der 25 besten jungen Literaturschaffenden in spanischer Sprache.

Sie lehrte und lehrt Literatur an verschiedenen Universitäten und Bildungseinrichtungen, darunter die Universität Pompeu Fabra und die Universität Carlos III in Madrid.

Werk Romane

Dichtung

Erzählungen

Auszeichnungen 2014: Premio Alba Narrativa für La desfiguración Silva 2015: Premio Nacional Desembarco de Poesía Emergente für El ciclo de las piedras 2015: Ehrende Erwähnung beim Premio de Novela Corta Miguel Donoso Pareja für Nefando 2017: Ausgewählt für die Liste Bogotá39 2018: Finalistin beim Preis der Biennale Mario Vargas Llosa für Mandíbula 2019: Prinz-Claus-Preis Next Generation 2020: Finalistin beim Premio de Narrativa Breve Ribera del Duero für Las voladoras

Einzelnachweise

Weblinks

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