mini|links|Ortsbild Michałkowice (deutsch Michelsdorf, ) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Branice (Branitz) im Powiat Głubczycki der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie Das Angerdorf Michałkowice liegt drei Kilometer nördlich von Branice, 16 Kilometer südlich von Głubczyce (Leobschütz) und 80 Kilometer südlich von Opole (Oppeln) in der Schlesischen Tiefebene.

Nachbarorte sind im Nordosten Włodzienin (Bladen), im Osten Jędrychowice (Hennerwitz) und im Südwesten Bliszczyce (Bleischwitz).

Geschichte mini|Josefskirche Michelsdorf wurde vom damaligen Grundherrn Michael von Haugwitz angelegt, der den Ort nach seinem Vornamen benannte. Er hatte 1798 das Gut Skursschütz erworben, auf dem er 20 Kolonistenhäuser und ein Vorwerk erbauen ließ.Geschichte des Ortes - branice.pl (polnisch)

Ab 1816 gehörte die Landgemeinde Michelsdorf zum Landkreis Leobschütz, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Dorf ein Vorwerk, eine Brauerei und 26 Häuser. Die Einwohnerzahl betrug damals 145, allesamt katholisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 409. Für das Jahr 1861 sind 25 Häuslerstellen und eine Windmühle belegt.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 866 1874 wurde der Amtsbezirk Branitz gebildet, dem die Landgemeinden Bleischwitz, Branitz und Michelsdorf und die Gutsbezirke Branitz und Michelsdorf eingegliedert wurden.Amtsbezirk Branitz 1895 wurde Michelsdorf nach Branitz eingemeindet.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Michelsdorf 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen und wurde in Michałkowice umbenannt. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.

Von 1945 bis 1950 gehörte Michałkowice zur Woiwodschaft Schlesien. Anschließend wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Głubczycki.

Sehenswürdigkeiten Katholische Kirche mit dem Patrozinium Josef von Nazaret (Kościół św. Józefa) Steinerne Wegekapelle Steinernes Flurkreuz

Literatur Georg Beier: Die Dörfer des Kreises Leobschütz 1914–1946. Oberschlesischer Heimatverlag Dülmen, 1990. ISBN 3-87595-277-4

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Einzelnachweise

Kategorie:Gmina Branice Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Ort in Schlesien