mini|hochkant=0.8|Vivian Gornick (2018)
Vivian Gornick (* 14. Juni 1935 in New York) ist eine US-amerikanische Journalistin, Essayistin, Feministin und Schriftstellerin.
Leben Vivian Gornick wurde 1935 als Tochter russisch-jüdischer Einwanderer in der Bronx geboren. Ihr Vater arbeitete in einer Textilfabrik, ihre Mutter war Hausfrau und später Büroangestellte. Beide Eltern waren Kommunisten. Ihr Vater starb, als sie 13 Jahre alt war.
Gornick studierte am City College in New York und schloss dort 1957 mit dem BA ab. 1960 machte sie an der New York University ihren Master in Literaturwissenschaft. Anschließend zog sie nach Kalifornien, um in Berkeley ihren PhD zu machen, brach aber nach fünf Jahren ab und zog zurück nach New York, nach Manhattan. Sie unterrichtete englische Literatur an der State University of New York von 1966 bis 1967 und am Hunter College von 1967 bis 1968. Ihre Karriere als Autorin begann sie 1969 bei der Village Voice, für die sie bis 1977 arbeitete. Gleichzeitig begann sie für bedeutende Publikationen wie die New York Times, The Nation, The Atlantic zu schreiben. Im November 1969 erschien in der Village Voice ihr Artikel über den sich gerade entwickelnden radikalen Feminismus The Next Great Moment In History Is Theirs. Die Auseinandersetzung mit feministischen Themen blieb einer der Schwerpunkte ihrer Arbeit.
Gornick hat mehr als ein Dutzend Sachbücher veröffentlicht, darunter die Anthologie Woman in Sexist Society und ihre gesammelten Essays in Feminism, eine Biographie über die Anarchistin, Friedensaktivistin und feministische Theoretikerin Emma Goldman und die von der amerikanischen Kritik hochgelobten Memoirs Fierce Attachments und The Odd Woman and the City, die auch auf Deutsch erschienen sind. Fierce Attachments wurde von der New York Times zum besten Memoir der letzten 50 Jahre gewählt. In The Men in My Life (2008) analysiert sie die Misogynie, die die Darstellung weiblicher Charaktere in den Werken bedeutender amerikanischer Autoren prägt.
Auszeichnungen
2021 wurde sie mit einem Windham–Campbell Literature Prize in der Sparte Nonfiction ausgezeichnet. 2023 wurde sie zum Mitglied der American Academy of Arts and Letters gewählt.
Publikationen
Literatur
Rachel Cooke: Vivian Gornick: Thinking is the hardest thing in the world. Interview in The Guardian, 15. August 2020 Juli Katz: Vivian Gornick: Meine Mutter hat ein Leben gelebt, das sie nicht wollte. Interview im Zeit-Magazin, 12. Mai 2019
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Frauenrechtler (Vereinigte Staaten) Kategorie:Sachbuchautor Kategorie:Essay Kategorie:Biografie Kategorie:Autobiografie Kategorie:Literatur (Englisch) Kategorie:Literatur (Vereinigte Staaten) Kategorie:Journalist (Vereinigte Staaten) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Schriftsteller (New York City) Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Letters Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1935 Kategorie:Frau