mini|Wasserfroch (auch Grünfrosch genannt) Pelophylax aggr. mini|Junge Gelbbauchunke (Bombina variegata): Das individuelle Bauchmuster macht das Tier identifizierbar Im Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung sind Amphibienlaichgebiete aufgelistet, die in der Schweiz durch Bundesverordnung geschützt sind.

romanisch Inventari federal dals territoris da frega d’amfibis d’impurtanza naziunala.

Die Europäische Umweltagentur (European Environment Agency) koordiniert die Daten der europäischen Mitglieder. Die inventarisierten Amphibienlaichgebiete der Schweiz führen in der internationalen Datenbank den Code «CH05».

Schutzziele Ziel der Amphibienlaichgebiete-Verordnung (AlgV) ist der Artenschutz von Amphibien. Diese sind seit 1967 bundesrechtlich geschützt und gehören zu den am stärksten gefährdeten Artengruppen des Landes. Die Gebiete sind zudem offiziell ausgewiesene Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz. Die Aufstellung entspricht der Common Database on Designated Areas der Europäischen Umweltagentur (EEA).CDDA-Datenbank Die letzte Aufnahme eines Gebiets erfolgte 2017.

IUCN-Kategorie Die Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung in der Schweiz sind in der IUCN-Kategorie IV registriert. Diese umfasst Biotop- und Artenschutzgebiete mit einem Management, das ein gezieltes Monitoring und regelmässige Eingriffe zur Erhaltung des Schutzgebietes vorsieht, wie beispielsweise zur Verhinderung der Verbuschung und Verwaldung.

Bedeutung Das Inventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung ist das einzige der fünf Bundesinventare, welches den Schutz der Habitate einer Tiergruppe bezweckt. Von den in der Schweiz lebenden 19 einheimischen Amphibienarten stehen 15 (79 Prozent) auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.Benedikt R. Schmidt, Murielle Mermod, Silvia Zumbach, Emmanuel Rey, Oliver Dosch: Rote Liste der Amphibien. Gefährdete Arten der Schweiz. Herausgeber: Bundesamt für Umwelt (BAFU), 2023. online und download bei www.infofauna.ch. Mit dem Schutz der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung sollen die nachgewiesenen Amphibienbestände langfristig erhalten und wiederhergestellt werden. Mit den einzelnen Laichgebieten von nationaler Bedeutung soll ein Grundgerüst der wertvollsten Standorte als Populationsstützpunkte und Ausbreitungszentren gesichert werden. Zum landesweiten Überleben der Amphibien ist dieses Netz mit zahlreichen weiteren grösseren und kleineren Laichgebieten zu ergänzen.

Mit 929 Laichgebieten im Jahr 2017 im BundesinventarBundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung - Ortsfeste Objekte, Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung - Wanderobjekte. Datensätze bei opendata.swiss. Zuletzt aktualisiert: 1. November 2017. sind von den rund 14'000 bekannten Laichgebieten in der Schweiz unter 10 Prozent durch die Amphibienlaichgebiete-Verordnung (AlgV) geschützt. Hatte man früher auf das Konzept von geschützten Inseln gesetzt, wo die Natur unberührt bleiben sollten, und man die Natur möglichst ohne Einflüsse der Zivilisation erforschen und beobachten konnte, änderte sich seit den 1970er Jahren dieses Konzept. Nicht isolierte Inseln der Natur, sondern Biodiversität und vielfältige Lebensräume, die miteinander möglichst vernetzt sind, traten in den Fokus der Schutzbemühungen. In der Folge entstanden verschiedene Bundesinventare zum Schutz und zur Erhaltung der Biodiversität, darunter auch das Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung.

Bei den Amphibienlaichgebieten von nationaler Bedeutung werden zwei Kategorien unterschieden: ortsfeste und Wanderobjekte. Während die ortsfesten Objekte klassische Schutzgebiete mit definierten Grenzen sind, werden als Wanderobjekte Teile von Abbaugebieten geschützt, die Lebensraum für mobile Pionierarten wie die Kreuzkröte sind. Der konkrete Lebensraum im Abbaugebiet verschiebt sich dabei je nach Abbaufortschritt. Etwa 10 Prozent der Schutzgebiete sind Wanderobjekte. Zusammen werden 929 Objekte mit einer Gesamtfläche von 21'671 Hektaren geschützt. Das sind rund 0,52 % der Landesfläche.Gaby Volkart, Christian Hedinger, Leslie Bonnard, Lea Bauer, Regina Jöhl, Martin Urech, Ursina Tobler: Biotope von nationaler Bedeutung. Die fünf Biotopinventare Hoch- und Flachmoore, Auen, Amphibienlaichgebiete und Trockenwiesen/-weiden im Überblick. Herausgegeben vom Bundesamt für Umwelt (BAFU), 2024.

Wirkungskontrolle

mini|x300px|Verteilung der Stichprobenobjekte des Moduls Vegetation in den verschiedenen Biotopen von nationaler Bedeutung in der Schweiz. Blau: Flachmoore; gelb: Hochmoore; rot: Trockenwiesen und -weiden; grün: Auen. Im Jahr 2011 startete das Bundesamt für Umwelt in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) die Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz (WBS). Zu den untersuchten Biotopen zählen die national bedeutenden Hoch- und Übergangsmoore, die Flachmoore, die Auengebiete, die Amphibienlaichgebiete und die Trockenwiesen und -weiden. Ziel der Kontrolluntersuchungen ist es festzustellen, in welchem Ausmass die getroffenen Schutzmassnahmen sich auf die Entwicklung der Schutzgebiete auswirken. Aufgrund der Ergebnisse können damit die Schutzmassnahmen verbessert oder im Falle mangelnder Wirkung abgebrochen und durch wirkungsvollere ersetzt werden.

Die auf mehrere Jahre angelegten Langzeituntersuchungen werden mittels Luftbilder und floristischer und faunistischer Erhebungen im Feld durchgeführt. Die erste Untersuchung wurde 2017 abgeschlossen. Die Zweiterhebung wurde 2023 abgeschlossen. Der Abschluss der Dritterhebung ist für das Jahr 2029 vorgesehen.Ariel Bergamini, Christian Ginzler, Benedikt R. Schmidt, Steffen Boch, Klaus T. Ecker, Noémie A. Pichon, Angéline Bedolla, Achilleas Psomas, Tobias Moser, Oliver Dosch, Rolf Holderegger (2025): Resultate der Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz – Kurzfassung – Stand 2025. BAFU, Bern. 20 Seiten. Bei den Folgeerhebungen werden die ausgewiesenen Gebiete kontrolliert, neue Gebiete werden nicht ausgewiesen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Objekte 2017 im Durchschnitt mindestens eine Amphibienart verloren und dass die Bestände der beiden stark gefährdeten Arten Kreuzkröte und Geburtshelferkröte deutlich abnahmen. Immerhin hat sich die Abnahme in den letzten 15 Jahren verlangsamt oder konnte vereinzelt gestoppt werden. Insgesamt waren die Massnahmen wirksam. Bei der Zweiterhebung wurde kein weiterer Rückgang der mittleren Zahl an Amphibienarten, der Zahl der typischen Amphibienarten der temporären Gewässer und der Anzahl der gefährdeten Amphibienarten pro Objekt festgestellt. Allerdings war insbesondere bei den Arten Geburtshelferkröte und Gelbbauchunke ein grosser Teil der geschützten Objekte weiterhin unbesiedelt.

Ergebnisse und Folgen Das BAFU stellte 2021 dank seines Monitorings fest, dass in den letzten 10 Jahren aus jedem IANB-Objekt im Schnitt eine stark gefährdete Amphibienart verschwand. Demnach bestehe ein Defizit in der Umsetzung vor Ort, schliesst das BAFU.

Liste der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung + Internationaler Code des schweizerischen Bundesinventars der Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung: CH06Kanton Link zur kantonalen Liste der Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Aargau Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Appenzell Ausserrhoden keine Objekte ausgewiesen Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Basel-Landschaft Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Basel-Stadt Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Bern Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Freiburg Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Genf Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Glarus Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Graubünden Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Jura Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Luzern Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Neuenburg Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Nidwalden Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Obwalden Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Schaffhausen Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Schwyz Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Solothurn Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton St. Gallen Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Tessin Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Thurgau Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Uri Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Waadt Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Wallis Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Zug Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung im Kanton Zürich

Übersicht über die Instrumente der Schweiz im Bereich des Natur- und Landschaftsschutzes Seit der Schaffung der RAMSAR-Gebiete aufgrund der so genannten RAMSAR-Konvention im Jahr 1971 sind weitere Massnahmen beschlossen und weitere Gebiete unter Schutz gestellt worden. Die folgende Tabelle stellt die Instrumente dar, mit denen die Schweiz Schutz- und Schongebiete national und international bezeichnet und kommuniziert. Ausser den Gebieten, die in verschiedenen Bundesinventaren gebündelt sind, enthält die folgende Liste den einzigen Nationalpark in der Schweiz sowie die RAMSAR- und Smaragd-Gebiete.

Code Bezeichnung Gesetzliche GrundlageCH01 Schweizerischer Nationalpark Bundesgesetz über den Schweizerischen Nationalpark im Kanton Graubünden (Nationalparkgesetz, 19.12.1980) CH02 Bundesinventar der Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung Verordnung über den Schutz der Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung (21.01.1991) CH03 Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung Verordnung über den Schutz der Auengebiete von nationaler Bedeutung (28.10.1992) CH04 Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung Verordnung über den Schutz der Flachmoore von nationaler Bedeutung CH05 Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung Verordnung über den Schutz der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung (15.06.2001) CH06 Bundesinventar der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung Verordnung über den Schutz der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung (13.01.2010) CH09 Bundesinventar der Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung Verordnung über die Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung CH10 Bundesinventar der eidgenössischen Jagdbanngebiete Verordnung über die eidgenössischen Jagdbanngebiete (30.09.1991) CH13 RAMSAR-Gebiete Übereinkommen über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung (RAMSAR-Konvention, 02.02.1971) CH14 Smaragd-Gebiete Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume (Berner Konvention, 19.09. 1979)Quelle: Legal or equivalent instrumentes used by countries for de designation of protected and conserved areas der European Environment Agency

Literatur

Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz: Modul Amphibienlaichgebiete

Weblinks

bafu.admin.ch: Amphibienlaichgebiete-Inventar: Objektbeschreibungen. karch.ch: info fauna – karch; das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweiz für Amphibien und Reptilien. United Nations List of Protected Areas of Switzerland Legal or equivalent instruments used by countries for the designation of protected and conserved areas «Schweiz aktuell» (SRF) über Amphibienwanderung SRF «Einstein», Sendung vom 12. Mai 2022 (37 Minuten) Frösche: Warum die Amphibien bedroht sind Kindersendung von SRF über Amphibienwanderung vom 26. März 2022 (ca. 4 Minuten)