Als Nationaler Befreiungskampf (slowenisch ) wird der bewaffnete Kampf der slowenischen Befreiungsfront (Osvobodilna Fronta – OF) und von jugoslawischen Partisanen auf dem Gebiet des heutigen Sloweniens und der übrigen Gebiete des damaligen Jugoslawiens auf dem jugoslawischen Kriegsschauplatz im Zweiten Weltkrieg bezeichnet.Leopoldina Plut-Pregej, Gregor Kranjc, Žarko Lazarević, Carole Rogel: Historical Dictionary of Slovenia. Rowman & Littlefield, 2018
Entstehung Während des Zweiten Weltkriegs, nach der Besetzung Jugoslawiens und dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion nahmen einige außerparlamentarische Parteien und Gruppen den bewaffneten Kampf gegen die Besatzer auf. In der Befreiungsfront Sloweniens waren fünfzehn verschiedene Gruppen versammelt: die Kommunistische Partei Sloweniens, die Christlich-Sozialen, einige Mitglieder der Turnorganisation Sokol, einige Liberale und Gruppen wie die Slowenische Kulturgruppe und die Antifaschistische Frauenunion.
Partisanenkrieg Die Partisanen spielten eine wichtige Rolle beim Kampf gegen Nazismus und Faschismus. Entgegen der landläufigen Meinung in Slowenien begann der bewaffnete Widerstand gegen die Besatzer nicht unter der OF, sondern durch Mitglieder von TIGR (der erste bewaffnete Konflikt mit italienischen Kräften am 13. Mai 1941), die seit der zweiten Hälfte der 1920er Jahre gegen die italienische Besetzung des slowenischen Küstenlandes (Primorska) gekämpft hatten. mini|Denkmal für die Gefallenen des Nationalen Befreiungskampfes in Trnovo (Ljubljana) und Kolezija (Jože Plečnik)
Opfer unter Mitgliedern von NOB-Einheiten Während des Zweiten Weltkriegs erlitten Angehörige der Nationalen Befreiungsarmee, die sich als Partisanen bezeichneten, die höchsten militärischen Verluste in Slowenien. Etwa 27.000 Mitglieder der NOB wurden getötet. Die überwiegende Mehrheit von ihnen fiel bei Zusammenstößen mit deutschen, italienischen oder Heimwachen-Einheiten. 1.032 starben in den Lagern, etwa 830 wurden als Geiseln erschossen, 133 starben durch Folter in Gefängnissen, mindestens 862 gelten als vermisst.Bojan Godeša, Boris Mlakar, Mojca Oorn, Tadeja Tominšek Rihtar: Žrtve druge svetovne vojne v Sloveniji. In: Prispevki za novejšo zgodovino, Ljubljana 2002, S. 121–130 (~Opfer des Zweiten Weltkriegs in Slowenien. In: Beiträge zur jüngeren Geschichte, Ljubljana 2002, S. 121–130)
NOB-Gedenken Dem Gedenken an den nationalen Befreiungskampf sind in Slowenien zahlreiche Erinnerungsstätten der NOB gewidmet. Dazu gehören beispielsweise Monumente in Ljubljana-Trnovo, Maribor, Novo Mesto oder Črnomelj. Verschiedene Veteranenorganisationen sind auf diesem Gebiet tätig.Union of the associations for the values of the National Liberation Movement of Slovenia (ZZB NOB) (englisch)Leopoldina Plut-Pregej, Gregor Kranjc, Žarko Lazarević, Carole Rogel: Historical Dictionary of Slovenia. Rowman & Littlefield, 2018, Seite 582
Siehe auch Versammlung von Kočevje Antifaschistischer Rat der Nationalen Befreiung Jugoslawiens AVNOJ Kärntner Partisanen
Weblinks
Literatur Jozo Tomasevich: War and Revolution in Yugoslavia, 1941–1945: Occupation and Collaboration. Stanford University Press 2002 Gregor Joseph Kranjc: To Walk with the Devil: Slovene Collaboration and Axis Occupation, 1941–1945. University of Toronto Press 2013 Branlo Mamula: The National Liberation War in Yugoslavia, 1941–1945. The RUSI Journal 1985; 130 (4) 52-56 European Public Hearing on Crimes Committed by Totalitarian Regimes (2008 ; Bruxelles) Crimes committed by totalitarian regimes : reports and proceedings of the 8 April European Public Hearing on Crimes Committed by Totalitarian Regimes / [editor Peter Jambrek ; translations The Secretariat-General of the Government of the Republic of Slovenia, Translation and Interpretation Division]. - Ljubljana : Slovenian Presidency of the Council of the European Union, 2008
Einzelnachweise
Kategorie:Slowenien im Zweiten Weltkrieg