Rudolf Weishappel (* 25. März 1921 in Graz; † 2. Jänner 2006 in Wien) war ein österreichischer Journalist und Komponist.Christian Fastl: Weishappel, Rudolf. In: Oesterreichisches Musiklexikon online; abgerufen am 21. November 2021.

Leben Rudolf Weishappel erhielt ab seinem achten Lebensjahr Klavier- und Violinenunterricht sowie Unterricht in Theorie und Komposition bei Robert Wagner und Günther Eisel. Nach seiner Matura im Jahr 1939 studierte er bis zum Jahr 1941 an der Karl-Franzens-Universität Graz Anglistik, Germanistik und Musikwissenschaft.Biografie Rudolf Weishappel. Musikdatenbank von mica – music austria, 23. Februar 2020; abgerufen am 21. November 2021.

In den Jahren von 1945 bis 1952 war Weishappel freier Mitarbeiter bei den Grazer Tageszeitungen Kleine Zeitung und Die Wahrheit. Zudem arbeitete er in dieser Zeit als freischaffender Komponist und erhielt zahlreiche Aufträge von den Vereinigten Bühnen Graz und der Sendergruppe Alpenland. Von 1952 bis 1954 war er Kulturkorrespondent ebenda. Von 1954 bis 1958 arbeitete er als freier Mitarbeiter in der Kulturabteilung des Neuen Kuriers in Wien. Hier stieg er im Jahr 1959 zum Kulturredakteur und im Jahr 1961 zum Ressortleiter für Film und Fernsehen auf. Diese Stelle hatte er bis zum Jahr 1973 inne.

In den Jahren von 1974 bis 1986 war Weishappel Referatsleiter für Theater, Film und Musik im Kulturamt der Stadt Wien. Ab 1997 lebte er in Berlin und komponierte im Stil der freien Tonalität, hin und wieder unter Einbeziehung der Zwölftontechnik.

Auszeichnungen 1958: Förderungspreis der Stadt Wien 1968: Förderungspreis Theodor Körner Fonds 1972: Preis der Stadt Wien für Musik 1974: Berufstitel Professor durch die Republik Österreich 1987: Ehrenmedaille in Gold Stadt Wien

Werke Drei Gesänge an den Tod – für Bariton und großes Orchester nach Texten von Ernst Goll (1944/1945)Werkeverzeichnis von Rudolf Weishappel. Musikdatenbank von mica – music austria, 23. Februar 2020; abgerufen am 21. November 2021. Erstes Streichquartett – für zwei Violinen, Viola und Violoncello (1945) Erste Symphonie – für Orchester (1947) Die sieben Todsünden – Ballett (1947) Zweites Streichquartett – für zwei Violinen, Viola und Violoncello (1948) Zweite Symphonie – für Orchester (1950) Elga – Oper (1951–1965/1966) König Nicolo – Erstfassung der Oper nach dem Drama von Frank Wedekind (1953–1956) König Nicolo – Oper in 2 Akten. Neufassung des Werkes von 1953 nach Texten von Frank Wedekind (1953/1971) Von der ungeordneten Verlassenschaft – Kantate nach Gedichten von Franz Kießling für Sopran, Bariton und Instrumente (1956) Die Lederköpfe – Stück mit Musik nach dem gleichnamigen Schauspiel von Georg Kaiser (1969/1970) Vokalsymphonie König Nicolo – Symphonie in 4 Sätzen nach Motiven der gleichnamigen Oper für Sopransolo, gemischten Chor und großes Orchester nach Texten von Frank Wedekind (1977)

Einzelnachweise

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