mini|Rapaty (Kolonie) Rapaty () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Gietrzwałd (Landgemeinde Dietrichswalde) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein).
Geographische Lage Rapaty liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zwölf Kilometer nordöstlich der ehemaligen Kreisstadt Osterode in Ostpreußen () bzw. 24 Kilometer südwestlich der heutigen Kreismetropole Olsztyn ().
Geschichte Rapten wurde im Jahre 1352 gegründet und nach 1552 Rapotten, danach Rapatten genannt.Dietrich Lange: Rapatten in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Von 1874 bis 1945 war das Dorf in den Amtsbezirk Grasnitz (polnisch Grazymy) im Kreis Osterode in Ostpreußen eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Grasnitz
Im Jahre 1910 waren in Rapatten 291 Einwohner gemeldet. Ihre Zahl belief sich 1933 auf 256 und 1939 auf 262.Michael Rademacher:
In Kriegsfolge kam Rapatten mit dem gesamten südlichen Ostpreußen 1945 zu Polen. Das Dorf erhielt die polnische Namensform „Rapaty“ und ist heute eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Gietrzwałd (Dietrichswalde) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Kirche Bis 1945 war Rapatten in die evangelische Kirche LanggutWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 499–500 (polnisch Łęguty) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche Osterode in Ostpreußen (polnisch Ostróda) eingepfarrt. Heute gehört Rapaty evangelischerseits auch zur Kirche Łęguty, einer Filialkirche von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie katholischerseits zur Pfarrei Biesal (Biessellen) im Erzbistum Ermland.
Verkehr Rapaty liegt an der verkehrsreichen Landesstraße 16 (ehemalige Reichsstraße 127), die in West-Ost-Richtung durch die gesamte Woiwodschaft Ermland-Masuren bis zur polnisch-litauischen Grenze verläuft. Vom Nachbarort Grazymy (Grasnitz) führt eine Nebenstraße in den Ort.
Die nächste Bahnstation ist Biesal (Biessellen). Sie liegt an der Bahnstrecke Posen–Toruń–Tschernjachowsk.
Persönlichkeit Georg Gottschewski (1906–1975), deutscher Genetiker und Zoologe
Weblinks
Bildarchiv Ostpreußen: Diashow Rapatten Bildarchiv Ostpreußen: Ortsplan von Rapatten (Stand vor 1945)
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1352 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Gietrzwałd