Leonhard Engelberger, alternativ auch Bernhard EngelbergerEngelberger, Bernhard (1513-1555) auf der Seite pfarrerbuch.de (abgerufen am 17. November 2021), (* 1513 in Vilsbiburg, Niederbayern; † 6. Oktober 1555 in EilenburgChristian Schöttgen: Historie Der Chur-Sächsischen Stiffts-Stadt Wurtzen Aus gehörigen Documenten und glaubwürdigen Nachrichten zusammen getragen., 1717, S. 353 (Digitalisat)) war ein lutherischer Theologe der Reformationszeit.

Leben

Engelberger wurde 1531 an der Universität Wittenberg immatrikuliert.Georg Buchwald: Beiträge zur Kenntnis der sächsischen Geistlichkeit im Reformationszeitalter aus dem Wittenberger Ordiniertenbuch 1537–1560., 1896 (Digitalisat, PDF 5,43 MB) Nach anderen Quellen studierte er an der Universität Leipzig. Im selben Jahr wird in Delitzsch ein Kantor mit dem Namen Leonhard Engelberger erwähnt.Delitzscher Stadtchronik 1207-1990 auf den Seiten des Stadtarchivs Delitzsch (abgerufen am 17. November 2021) Übereinstimmend wird eine Tätigkeit als Schulmeister bzw. Rektor in Pegau genannt. 1541 wurde er von Johannes Bugenhagen ordiniert und trat eine Stelle als Diakon in Colditz an. Kurz darauf wechselte er als Archidiakon nach Wurzen, wo er ebenfalls nur kurze Zeit blieb.

1542Carl Geißler: Chronik der Stadt Eilenburg und der Umgebung, L. Meyner, Delitzsch 1829, S. 130 (Digitalisat) oder 1543 wechselte er nach Eilenburg und wurde dort am 11. November 1543 als Oberpfarrer von St. Nikolai und Superintendent der Ephorie Eilenburg inauguriert. Er folgte als zweiter dieses Amtes auf Andreas Kauxdorf. Engelberger übte diese Tätigkeit wohl bis zu seinem frühen Tode 1555 aus. Bekannt ist, dass er sich 1546 beim sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich für ein Stipendium des Sohnes seines Vorgängers, Daniel Kauxdorf, eingesetzt hatte.Ulrike Ludwig: Das landesherrliche Stipendienwesen an der Universität Wittenberg unter den ernestinischen Kurfürsten von Sachsen: Norm und Praxis, Evangelische Verlagsanstalt, 2019, S. 247 Engelbergers Gebeine wurden im Altarraum der Nikolaikirche beigesetzt, wo auch ein zu seinem Tode angefertigtes Epitaph seinen Platz fand.Jeremias Simon: Eilenburgische Chronica/ Oder Beschreibung Der sehr alten Burg/ Schlosses und Stadt Eilenburg/ Nach dero Situation oder Lager/ Benahmung/ alten Einwohnern/ Uhrsprung und Erbawung … Religion, Nahrung und Bequemligkeit/ Regenten und Beambten … Ingleichen was so wohl in Kriegs- als Friedens-Zeiten/ daselbst und in der ümligenden Gegend … sich vor Denckwürdiges begeben und zugetragen. Aus vielen alten und neuen bewehrten Autoribus, wie auch andern glaubwürdigen Schrifften und Archiven … zusammen getragen … Leipzig, Lanckisch, 1696, S. 404 (Digitalisat) Engelbergers Nachfolger wurde Gallus Döbler.

Einzelnachweise

Kategorie:Lutherischer Geistlicher (16. Jahrhundert) Kategorie:Absolvent der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Kategorie:Person des Christentums (Eilenburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1513 Kategorie:Gestorben 1555 Kategorie:Mann