Der Asahi-dake (jap. ) ist ein hoher Vulkan im Daisetsu-zan auf der japanischen Insel Hokkaidō. Von den indigenen Ainu „Kamui mintara“ (Spielplatz der Götter) genannt, entwickelte sich die höchste Erhebung Hokkaidōs sowie Nordjapans zu einem beliebten Touristenziel im Daisetsuzan-Nationalpark. Die letzte Eruption des Schichtvulkans liegt mehr als 200 Jahre zurück.

Lage und Umgebung Der Asahi-dake erhebt sich in Hokkaidōs zentralem Hochland Daisetsu-zan etwa 40 Kilometer östlich der Großstadt Asahikawa in der Unterpräfektur Kamikawa. Der Gipfel und seine unmittelbare Umgebung liegen im Verwaltungsgebiet von Higashikawa. Während der Asahi-dake den westlichen Gebirgsrand markiert, schließt im Nordosten ein Plateau mit weiteren Vulkanen um 2200 Meter Seehöhe, darunter der unmittelbare Nachbargipfel Kuma-ga-dake (), an. Nächstgelegene Siedlung ist das Dorf Asahidake Onsen (), das von Higashikawa über die Straße 1160 und entlang des Chūbetsu-Reservoirs () erreichbar ist. Das Vulkanplateau ist Teil von Japans größtem Nationalpark.

Geologie Das Gebirge Daisetsu-zan mit seinem höchsten Gipfel Asahi-dake markiert das Nordende des zum pazifischen Feuerring gehörenden Daisetsu-Tokachi-Grabens und bildet einen Komplex aus Schichtvulkanen und Lavadomen. Der Asahi-dake liegt etwa drei Kilometer südwestlich der Ohachidaira-Caldera und ist aus Andesit, Basaltandesit und Dazit aufgebaut, die während der letzten Eruptionen vor wenigen tausend Jahren abgelagert wurden. Die letzte Eruption wurde mittels Tephrochronologie auf den Zeitraum nach 1739 datiert, anders als bei der Tokachi-Gruppe bestehen keine historischen Aufzeichnungen über Ausbrüche.

+ Letzte Eruptionen Beginn Ende Nachweis 3200 v. Chr. ± 75 Jahre unbekannt Radiokarbonmethode 2800 v. Chr. ± 100 Jahre 1450 v. Chr. ± 50 Jahre 550 v. Chr. ± 500 Jahre Tephrochronologie nach 1739

Gegenwärtig zeugen die teilweise meterhohen Fumarolen an den Hängen des Asahi-dake und in der Caldera von der vulkanischen Aktivität der Gebirgsgruppe. In der Vergangenheit wurde auf dem Berg Schwefel abgebaut.

Tourismus mini|hochkant|Seilbahn|alternativtext=Die rote Gondel einer Seilbahn in begrünter Landschaft ist hier zu sehen. Aufgrund seiner Naturschönheit und vergleichsweise einfacher Erreichbarkeit zieht der Asahi-dake jährlich zahlreiche Touristen an. Besonders im Frühherbst, wenn sich die weißen Blüten der Bergblumen scharlachrot verfärben, ist der Berg ein beliebtes Fotomotiv. Klimaforscherin Daniela Domeisen beschrieb den Vulkan gegenüber der European Geosciences Union wie folgt:

Der Vulkan gilt als einer der kältesten Berge Hokkaidōs und trägt oft die erste winterliche Schneedecke des Landes. Der Einfluss sibirischer Kaltluft führt im Spätwinter zu Schneehöhen von bis zu 13 Metern, was den Asahi-dake zur beliebten Wintersportdestination macht. Das Gebiet gilt bei Skifahrern und Snowboardern als ruhige Alternative zum mehr als 300 Kilometer südwestlich gelegenen Niseko, präparierte Skipisten gibt es nicht. Eine Seilbahn führt ganzjährig vom Dorf Asahidake Onsen mit seinen heißen Quellen (Onsen) und mehreren Hotels zur über der Waldgrenze gelegenen Bergstation Sugatami () auf knapp 1600 Meter. Diese kann als Ausgangspunkt für Wanderungen und Trekkingtouren über das Vulkanplateau dienen.

Trivia Der Asteroid (8747) Asahi wurde am 23. November 1999 nach dem Berg benannt.

Weblinks

Website des Seilbahnbetreibers (englisch, japanisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Berg in Asien Kategorie:Berg in Japan Kategorie:Schichtvulkan Kategorie:Zweitausender Kategorie:Berg als Namensgeber für einen Asteroiden Kategorie:Geographie (Präfektur Hokkaidō) Kategorie:Vulkan in Japan