Iulian Mitrofanowitsch Rukawischnikow (; * 29. September 1922 in Moskau; † 14. Dezember 2000 ebenda) war ein sowjetisch-russischer Bildhauer.Russische Akademie der Künste: РУКАВИШНИКОВ Иулиан Митрофанович (1922–2000) (abgerufen am 15. November 2021).Знаменитости: РУКАВИШНИКОВ Иулиан Митрофанович (abgerufen am 15. November 2021).
Leben Rukawischnikow, Sohn des Bildhauers Mitrofan Rukawischnikow, absolvierte die Mjasnikow-Militärluftfahrthochschule der Piloten in Katscha, Rajon Nachimow der Stadt Sewastopol, zusammen mit Wassili Stalin. Rukawischnikow studierte dann am Moskauer Surikow-Kunstinstitut (Nachfolger der Moskauer Hochschule für Malerei, Bildhauerei und Architektur) in der Bildhauerei-Abteilung bei Alexander Matwejew, Nikolai Tomski und Dmitri Schwarz mit Abschluss 1952.
mini|Rukawischnikows Grab auf dem Wagankowoer Friedhof Noch als Student erhielt Rukawischnikow durch Wassili Stalin den Auftrag für das Grabdenkmal für Ketewan Geladse im Tifliser Pantheon am Berg Mtazminda.
Rukawischnikow führte mit seiner Frau Angelina Nikolajewna Filippowa und dem Architekten N. N. Milowidow das Projekt zur Errichtung des Denkmals der Befreier der Stadt Rostow am Don in Rostow am Don durch, das 1983 am 40. Jahrestag der Befreiung Rostows am Don im Deutsch-Sowjetischen Krieg eingeweiht wurde. Die 72-m-hohe Doppelstele wird von einem 100-t-schweren Schiffsbug gekrönt. Auf der Don-Seite ist dort die Siegesgöttin Nike zu sehen, die in sowjetischer Zeit als Mutter-Heimat galt, während auf der Theaterplatz-Seite ein Abbild des Ordens des Vaterländischen Krieges I. Klasse angebracht ist.
Rukawischnikow gründete 1988 zusammen mit seinem Sohn Alexander und anderen die Moskauer Künstlervereinigung und Galerie M'ARS als Kunstzentrum für die Veranstaltung von Ausstellungen.
Rukawischnikow wurde 1997 zum Vollmitglied der Russischen Akademie der Künste gewählt, nachdem er 1978 zum Korrespondierenden Mitglieder der Akademie der Künste der UdSSR gewählt worden war. Seit 1970 war er Mitglied der KPdSU. Werke Rukawischnikows befinden sich in der Tretjakow-Galerie.
Rukawischnikows Enkel Filipp wurde ebenfalls Bildhauer.
Ehrungen, Preise Silbermedaille des Allunionswettbewerbs der Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1957 in Moskau Verdienter Künstler der RSFSR (1970) Preis des Komsomol (1975) Volkskünstler der RSFSR (1978) Orden des Roten Banners der Arbeit (1982) Volkskünstler der UdSSR (1988) Orden der Völkerfreundschaft (1993)Указ Президента Российской Федерации от 10.06.1993 г. № 906 О награждении орденом Дружбы народов Рукавишникова И. М. (abgerufen am 15. November 2021). Orden der Ehre (1997)Указ Президента Российской Федерации от 25.08.1997 г. № 937 О награждении государственными наградами Российской Федерации (abgerufen am 15. November 2021). Staatspreis der Russischen Föderation (1999)
Werke (Auswahl)
Weblinks
Katalog der Russischen Nationalbibliothek: Рукавишников, Иулиан Митрофанович
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Sowjetunion) Kategorie:Bildhauer (Russland) Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit Kategorie:Träger des Ordens der Völkerfreundschaft Kategorie:Träger des russischen Ordens der Ehre Kategorie:Träger des Staatspreises der Russischen Föderation Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1922 Kategorie:Gestorben 2000 Kategorie:Mann