Adolf Senglaub (geboren 11. März 1873 in Stuttgart;. gestorben nach 1945Spruchkammerakte; Datierung 1944 laut Foto auf dem Ölgemälde Schwäbische Landschaft bei lot-tissimo.com.) war ein deutscher Maler und Plakatkünstler, dessen Werk sich zwischen Impressionismus und Jugendstil verorten lässt.
Leben Senglaub besuchte von 1891 bis 1902 die Stuttgarter Kunstakademie, wo er – neben Theodor Lauxmann und Heinrich Seufferheld – zum engeren Schülerkreis von Friedrich Keller zählte.Heinrich Weizsäcker: Malerei, Plastik und graphische Künste. In: Victor Bruns (Hrsg.): Württemberg unter der Regierung König Wilhelms II. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1916, S. 601–638; hier: S. 605 (). Neben seiner Tätigkeit als Maler und Plakatkünstler arbeitete Senglaub als Kunstlehrer (Studienrat) in Stuttgart. Zu seinen Schülerinnen zählte die später in New York lebende Malerin Hildegard Rath.Peter Hastings Falk (Red.): Who was who in American art 1564–1975. 400 years of artists in America. Band 3, Sound View Press, Madison, CT 1999, ISBN 0-932087-57-4, S. 2707 ().
Werk Während sich seine um 1900 herum entstandenen graphischen Werke durch die für den Jugendstil typischen Linienführungen auszeichnen, lassen sich seine Gemälde dem Impressionismus zuordnen.Beispiel für ein Gemälde von Senglaub Er gestaltete Werbeplakate u. a. für die Stuttgarter Möbelfabrik Georg SchöttlePlakat für die Möbelfabrik Schöttle oder die Schokoladenfabrik EszetKollmer-von Oheimb-Loup, Gert: "Zwischen Wissenschaft und Schatzsuche: Das Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg." Schwäbische Heimat 35.3 (1984): 252-258. sowie Titelbilder für Zeitschriften.Titelbild für die Zeitschrift des Vereins für Dekorative Kunst und Kunstgewerbe Des Weiteren schuf Senglaub auch Grafiken und Typografien für Verpackungen. Über diese Arbeit urteilt der Historiker Gert Kollmer-von Oheimb-Loup: „Seine Packungsentwürfe und die Schriftgestaltung zählen zu den bedeutenden Gestaltungen von Markenartikeln des Jugendstils.“Kollmer-von Oheimb-Loup, Gert: "Zwischen Wissenschaft und Schatzsuche: Das Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg." Schwäbische Heimat 35.3 (1984): 252-258. Hier: S. 256.
Seine Gemälde wurden unter anderem im Münchener Glaspalast gezeigt.Katalog der Münchener Jahresausstellung im Glaspalast 1899
Bekannte Werke Wandgemälde Einzug Herzog Ulrichs mit seiner Gemahlin Sabina in Heidenheim im Hohen Bürgersaal des Alten Rathauses in Heidenheim an der Brenz, 1909Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Teil: Baden-Württemberg. Band 1: Die Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe. Neu bearbeitet von Dagmar Zimdars. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1993, ISBN 3-422-03024-7, S. 334 ().
Archivalien Archivalien von und über Adolf Senglaub finden sich im Landesarchiv Baden-Württemberg, Abteilung Staatsarchiv Ludwigsburg E 203 I Bü 3690 Personalakte 1915-1938 F 215 a Bü 495 Datei/Kartei der Stuttgarter Passakten >> S (1932)Angaben über die Deutsche Digitale Bibliothek. EL 902/20 Bü 17830 Spruchkammer 37 – Stuttgart: VerfahrensaktenAngaben über die Deutsche Digitale Bibliothek.
Literatur
Max Diez, Eugen Gradmann, Gustav Keyssner, Gustav E. Pazaurek und Heinrich Weizsäcker (1913): Die Stuttgarter Kunst der Gegenwart. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt. S. 50.
Weblinks Adolf Senglaub (deutsch, geb. 1873) bei artnet.de
Einzelnachweise
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