Marta Górnicka (* 1975 in Włocławek)Portrait bei porta-polonica.de ist eine polnische Regisseurin und Sängerin.
Leben und Werdegang Górnicka ist Absolventin der Fakultät für Schauspielregie an der Theaterakademie in Warschau. Sie studierte an der Fryderyk-Chopin-Universität für Musik in Warschau, an der Universität Warschau und an der Staatlichen Schauspielschule in Krakau.
Im Jahr 2004 führte sie am Warschauer Teatr Syrena Die Dreigroschenoper auf. Seither war sie als Regisseurin zahlreicher Stücke tätig. Kennzeichnend für Górnickas Werk sind radikale Chorarbeiten, in denen sie Stimmen zu Wort kommen lässt, die im politischen Diskurs häufig überhört werden. Im Jahr 2016 führte sie ihr erstes Stück in Deutschland auf. Seit dem Jahr 2020 berät sie das Maxim-Gorki-Theater in Berlin. Górnicka setzt sich in ihrem Werk mit den Klima- und Biodiversitätskrisen auseinander. Dort brachte sie 2026 mit Kassandra or Songs of the Canaries eine Inszenierung heraus, welche die Figur der trojanischen Seherin in die Gegenwart überträgt und das Motiv des Ungehörtseins auf Themen wie Klimakrise, Krieg, deutscher Erinnerungspolitik sowie den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, die Krise im Iran und die Lage in Palästina anwendet. Die Aufführung arbeitete mit einem heterogenen Chor von 24 Sängerinnen, darunter Rapperinnen, Performerinnen, Schauspielerinnen des inklusiven Theaters Thikwa sowie Kinder und Jugendliche.
Für ihre Arbeit wurde sie wiederholt ausgezeichnet. Im Jahr 2018 erhielt sie den Paszport Polityki. 2025 wurde ihr der ITI-Preis des Internationalen Theaterinstituts zuerkannt.
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