Die Cosimastraße ist eine Innerortsstraße im Stadtteil Bogenhausen von München.
Verlauf Die Cosimastraße beginnt in Verlängerung der Vollmannstraße an der Englschalkinger Straße im Süden und führt in nördlicher Richtung als westliche Begrenzung der zwischen 1964 und 1969 errichteten Wohnanlage CosimaparkWillibald Karl (Hrsg.): Dörfer auf dem Ziegelland, München 2002: Buchendorfer Verlag, S. 221, ISBN 3-934036-90-2 in Richtung auf die frühere Prinz-Eugen-Kaserne, auf deren Gelände seit 2017 das Wohngebiet Prinz-Eugen-Parkhttp://www.nordostkultur-muenchen.de/architektur/pioniershule_2.htm errichtet wurde. Auf der Westseite der Straße liegen das Cosimawellenbad und die Kleingartenanlage Schlösselgarten mit Biergartenhttps://www.nordostkultur-muenchen.de/architektur/schloesselgarten.htm. Von Westen mündet die Wahnfriedallee ein (südlich von dieser die Grünanlage an der Wahnfriedallee bis zum Schlösselgarten), weiter nördlich die Lohengrinstraße. Am Nordende des Prinz-Eugen-Parks wird der Salzsenderweg/An der Salzbrücke auf der Trasse der historischen Salzstraßehttp://www.nordostkultur-muenchen.de/architektur/salzstrasse_historisch.htm gekreuzt. Weiter nördlich erfolgt die Kreuzung mit der Johanneskirchner Straße. Die Straße verläuft im westwärts führenden Bogen durch das östliche Oberföhring, am Pharao-Haus vorbei und überquert auf einer Brücke die Effnerstraße. Sie führt bis zur Oberföhringer Straße und endet an der dortigen Straßenbahnwendeschleife der Station St. Emmeram.
Auf ihrer gesamten Länge wird die Cosimastraße von den Straßenbahnlinien 16 und 17 befahren, die auf ganzer Länge in einem als Rasengleis gestalteten getrennten Gleiskörper in Straßenmitte geführt werden. Dieses Gleisbett wurde bereits beim Ausbau der Straße um 1970 mit einem überbreiten Mittelstreifen vorbereitet, die Straßenbahn wurde aber erst am 10. Dezember 2011 in Betrieb genommen (2012 hierfür Preis für Stadtentwicklung und Baukultur)Karin Bernst: Oberföhring. Vom Zieglerdorf zum Münchner Stadtteil 1913–2013, Schriften zur Kultur im Münchner Nordosten Bd. 1, Allitera Verlag München 2013, S. 88 f., ISBN 978-3-86906-543-4. mini|Kirche St. Thomas An der Straße liegt die 1968 als Kuratie gegründete und 1973 eingeweihte katholische Kirche St. Thomas.Willibald Karl (Hrsg.): Dörfer auf dem Ziegelland, München 2002: Buchendorfer Verlag, S. 226 f., ISBN 3-934036-90-2 Die im Februar 1980 eingeweihte evangelische Vaterunserkirche liegt etwas entfernt westlich von der Cosimastraße am Fritz-Meyer-Weg.Karin Bernst: Oberföhring. Vom Zieglerdorf zum Münchner Stadtteil 1913–2013, Schriften zur Kultur im Münchner Nordosten Bd. 1, Allitera Verlag München 2013, S. 98, ISBN 978-3-86906-543-4
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde im Gebiet des heutigen Arabellaparks wie auch weiter östlich und auf dem Gelände der späteren Parkstadt Bogenhausen Lehm zur Ziegelproduktion abgebaut. Im Bereich der Cosimastraße bestanden mehrere Ziegeleien, die bis Ende der 1950er Jahre noch in Betrieb waren, bevor sie stillgelegt wurden, so die Ziegelei Sedlmair (ehemals Cosimastraße 125,Karin Bernst: Oberföhring. Vom Zieglerdorf zum Münchner Stadtteil 1913–2013, Schriften zur Kultur im Münchner Nordosten Bd. 1, Allitera Verlag München 2013, S. 117 ff., ISBN 978-3-86906-543-4 in der Zeit des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter- und Kriegsgefangenenlagerhttps://www.nordostkultur-muenchen.de/architektur/lohengrinstrasse_2.htm), und Cosimastraße 294 (Ziegelei Lorenz Hartlhttp://www.nordostkultur-muenchen.de/architektur/ziegelei_lorenz_hartl.htmKarin Bernst: Oberföhring. Vom Zieglerdorf zum Münchner Stadtteil 1913–2013, Schriften zur Kultur im Münchner Nordosten Bd. 1, Allitera Verlag München 2013, S. 109, ISBN 978-3-86906-543-4).
Geschichte und Bezeichnung Die Straße verlief als „Teil einer alten Wegeverbindung von Oberföhring nach Berg am Laim“Roland Krack: Nachbarschaft, in: ders. (Hrsg.): Die Parkstadt Bogenhausen in München, München 2006: Volk Verlag, S. 26, ISBN 978-3-937200-10-1 und weiter über die heutige Vollmannstraße und die Weltenburger Straße und zur Braunauer Eisenbahnstrecke. Sie wurde bis um 1930 als Maier-Sträßchen bezeichnet.Karin Bernst: Oberföhring. Vom Zieglerdorf zum Münchner Stadtteil 1913–2013, Schriften zur Kultur im Münchner Nordosten Bd. 1, Allitera Verlag München 2013, S. 78, ISBN 978-3-86906-543-4 Ihre heutige Bezeichnung trägt sie nach Cosima Wagner, der Tochter von Franz Liszt und zweiten Ehefrau von Richard Wagner (1837–1930).
Kultur Skulpturen mini|links|Baum von Roland Friederichsen Im Cosimapark stehen bei der Cosimastraße 2 mehrere Skulpturen von Alexander Fischer und Heinrich Kirchner (Bild der Hoffnung).https://www.nordostkultur-muenchen.de/architektur/skulpturen_cosimastrasse_2.htm
An der Ecke Cosimastraße/Englschalkinger Straße die Skulptur Baum von Roland Friederichsen (ursprünglich für das Verwaltungsgebäude der D.A.S.-Versicherung in der Prinzregentenstraße geschaffen).https://www.nordostkultur-muenchen.de/architektur/baumbrunnen.htm
Ehemaliges Baudenkmal mini|Ehem. denkmalgeschützte Pionierschule Nr. 60: Kasernengebäude der ehemaligen Pionierschule, 2010 im Zusammenhang mit der Errichtung des Prinz-Eugen-Parks abgebrochen.
Trivia Durch die Cosimastraße verläuft der einmal jährlich durchgeführte München-Marathon.
Literatur Hans Dollinger: Die Münchner Straßennamen. 8. Aufl. 2016, Chr. Belser Ges. für Verlagsgeschäfte, Stuttgart, ISBN 978-3-7630-4039-1, S. 59.
Weblinks Die Cosimastraße im München Wiki Die Cosimastraße auf den Webseiten des Vereins Nordostkultur Cosimastraße auf Stadtgeschichte München
Einzelnachweise
Kategorie:Innerortsstraße in München Kategorie:Bauwerk in Bogenhausen Kategorie:Straße in Europa