Kremitz (früher auch Cremitz genannt; oberfränkisch: GremädsE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 199. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „gremäds“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Himmelkron im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Kremitz liegt in der Gemarkung Lanzendorf.

Lage Das Dorf liegt am linken Ufer des Weißen Mains. Die Kronach dort als linker Zufluss in den Weißen Main. Der Ort ist von Acker- und Grünland umgeben im Osten wird dieses durch die Bundesautobahn 9 durchschnitten. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Lanzendorf (0,8 km nordwestlich) bzw. die A 9 unterquerend nach Eichberg (1,4 km südöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt die A 9 unterquerend nach Kieselhof (1,2 km südöstlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahre 1406 als „Krenwicz“ erstmals urkundlich erwähnt. Dem Ortsnamen liegt der slawische Personenname Kren mit Zugehörigkeitssuffix -itz zugrunde. Der Ort bestand ursprünglich aus drei Ganzhöfen mit zugehöriger Blockgemenflur.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 18f.

Zur Realgemeinde Kremitz gehörte Kieselhof. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kremitz aus 22 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Berneck aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft übernahmen das Stadtvogteiamt Berneck und das Stiftskastenamt Himmelkron gemeinsam. Grundherren waren das Stiftskastenamt Himmelkron: 1 Mahlmühle, 1 Schneidmühle, 2 Höfe, 2 Halbhöfe, 1 Viertelhof, 4 Güter, 1 Halbgütlein, 2 Söldengüter, 3 Tropfhäuser, 2 Tropfhäuslein, 2 unbebaute Halbhöfe, 1 unbebautes Halbgut; das Kastenamt Gefrees: 1 Halbhof, 2 Viertelhöfe.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 587.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Gefrees. Mit dem Gemeindeedikt wurde Kremitz dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Himmelkron zugewiesen. 1812 entstand die Ruralgemeinde Kremitz, zu der Kieselhof gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gefrees zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Gefrees. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde sie in die Gemeinde Lanzendorf eingegliedert.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 760. Am 1. Januar 1976 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Eingemeindung nach Himmelkron.

Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 159 105 141 132 126 124 121 163 125 136 81HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 21 21 21 21 21 23 23Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 728.

Religion Kremitz ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Gallus (Lanzendorf) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Himmelkron) Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kulmbach) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1818 Kategorie:Ersterwähnung 1406 Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft