Guzowy Piec () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Gietrzwałd (Landgemeinde Dietrichswalde) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein).

Geographisches Lage Guzowy Piec liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 17 Kilometer östlich der einstigen Kreisstadt Osterode in Ostpreußen () bzw. 19 Kilometer südwestlich der heutigen Kreismetropole Olsztyn ().

Geschichte Das bis vor 1785 Gusen genannte Dorf wurde 1621 erstmals urkundlich erwähnt.Dietrich Lange: Gusenofen in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Zwischen 1874 und 1945 war der Ort in den Amtsbezirk Manchengut (polnisch Mańki) im Kreis Osterode in Ostpreußen eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Manchengut

371 Einwohner waren im Jahre 1910 in Gusenofen gemeldet. von denen 175 in der Land- und Forstwirtschaft, 57 in Industrie und Handel sowie fünf in Handel und Verkehr beschäftigt waren.

Im Jahre 1945 kam Gusenofen mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen. Das Dorf erhielt die polnische Namensform „Guzowy Piec“ und ist heute in die Gmina Gietrzwałd (Landgemeinde Dietrichswalde) im Powiat Olsztyński (Kreis Allenstein) eingegliedert, bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Kirche Bis 1945 war Gusenofen in die evangelische Kirche ManchengutWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 498 (polnisch Mańki) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche Hohenstein i. Ostpr.AGOFF: Kreis Osterode in Ostpreußen (polnisch Olsztynek) eingepfarrt.

Heute gehört Guzowy Piec katholischerseits zur St.-Nikolaus-Kirche Mańki im Erzbistum Ermland, evangelischerseits zur Kirchengemeinde Olsztynek, einer Filialgemeinde der Christus-Erlöser-Kirche Olsztyn in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Guzowy Piec liegt westlich der Straße Olsztynek–Podlejki und ist von Guzowy Młyn (Thurnitzmühle) aus über eine Landwegverbindung zu erreichen. Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.

Persönlichkeit Kurt Schmischke (1923–2004), deutscher Maler, Grafiker und Illustrator, verlebte als Kind die Sommerferien immer wieder bei seinen Großeltern in Gusenofen

Weblinks Bildarchiv Ostpreußen:Diashow Gusenofen (alt)Gusenofen (neu) Bildarchiv Ostpreußen: Ortsplan von Gusenofen (Stand 1945) mit Ortsteil Turnitzmühle

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1621 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Gietrzwałd