Lwowiany (auch Osadę Lwowską, deutsch Schlegenberg) ist ein Ort in Oberschlesien in der Stadt- und Landgemeinde Głubczyce im Powiat Głubczycki der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie Das Straßendorf Lwowiany liegt fünf Kilometer nordwestlich von Głubczyce (Leobschütz) und 60 Kilometer südwestlich von Opole (Oppeln) in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene). Durch das Dorf fließt die Stradunia (Straduna), ein linker Zufluss der Oder. Westlich des Dorfes liegt das weitläufige Waldgebiet, der Leobschützer Stadtforst.

Ortsteil von Lwowiany ist der Weiler Głubczyce-Las Marysieńka (Leobschützer Stadtforst).

Nachbarorte von Lwowiany sind im Osten Głubczyce-Sady sowie im Westen Głubczyce-Las Marysieńka.

Geschichte Der Ort Schlegenberg bestand bereits im 13. Jahrhundert. Im 13. Jahrhundert erwarb die Stadt Leobschütz den Ort.Gutshaus Schlegenberg - Geschichte (poln.)

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Schlegenberg mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Schlegenberg ab 1816 zum Landkreis Leobschütz im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf ein Gut und 44 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Schlegenberg 2016 Menschen, davon 7 evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 593. 1861 zählte Schlegenberg 201 Einwohner sowie 11 Gärtner- und 21 Häuslerstellen. Die katholische Schule zählte im gleichen Jahr 186 Schüler.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 833 1874 wurde der Amtsbezirk Sabschütz gegründet, welcher die Landgemeinden Kittelwitz, Königsdorf, Sabschütz und Schlegenberg und die Gutsbezirken Kaltenhausen und Schlegenberg umfasste.Territorial Amtsbezirk Sabschütz

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten in Schlegenberg 166 Personen für einen Verbleib bei Deutschland und 0 für Polen. Schlegenberg verblieb wie der gesamte Stimmkreis Leobschütz beim Deutschen Reich. Am 30. September 1928 wurde Schlegenberg in die Stadt Leobschütz eingemeindet. Bis 1945 gehörte der Ort, als Ortsteil der Stadt Leobschütz, zum Landkreis Leobschütz.

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung, wurde zunächst in Osadę Lwowską umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Nach 1947 erfolgte die Umbenennung in Lwowiany. 1950 wurde Lwowiany der Woiwodschaft Oppeln zugeteilt. 1999 wurde es Teil des wiedergegründeten Powiat Głubczycki.

Sehenswürdigkeiten Das Gutshaus Schlegenberg (poln. Dwór w Lwowianach) wurde im 18. Jahrhundert in Stil des Barocks erbaut. Das Gutshaus steht seit 1964 unter Denkmalschutz.Denkmäler Woiwodschaft Opole S. 27 (poln.)

Persönlichkeiten Paul Hahnel (1843–1887), deutscher Entomologe, Forschungsreisender und Naturaliensammler

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Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Gmina Głubczyce) Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Straßendorf Kategorie:Ersterwähnung im 13. Jahrhundert