Staudach (früher: Scherben, westallgäuerisch: ts Schduda dundə) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Hergatz im bayerisch-schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee).

Geographie Das Dorf liegt circa vier Kilometer nordöstlich des Hauptorts Hergatz und zählt zur Region Westallgäu. Östlich des Orts verläuft die Obere Argen, die hier die Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg bildet.

Ortsname In früherer Zeit wurde der Ort auch als Scherben, abstammend vom Familiennamen Scherb, bezeichnet. Der heutige Ortsname stammte vom mittelhochdeutschen Wort stüde für Strauch oder Gestrüpp ab.

Geschichte Der Ort wurde erstmals urkundlich im Jahr 1429 mit der Mühle zu „Studach“ erwähnt.Heinrich Löffler: Stadt- und Landkreis Lindau. In: Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Teil Schwaben. Band 6, München, 1973. Im Jahr 1617 wurden sechs Häuser im Ort gezählt. Staudach gehörte einst zur Reichsstadt Wangen. Im Jahr 1752 fand die Vereinödung von Staudach statt.Dr. Scheurle: Die Vereinödung im benachbarten württembergischen Allgäu. In: Westallgäuer Heimatblätter 1970. März/April 1970. Anfang des 19. Jahrhunderts wird die Ölmühle zwischen Staudach und Grod aufgegeben.Otto Haggenmiller: Die ersten Lehrer in Maria-Thann. In: Westallgäuer Heimatblätter 1937. April 1937.

Staudachmühle Die heutige Staudachmühle wurde erstmals im Jahr 1419 erwähnt und wurde seitdem von 23 verschiedenen Familien betrieben. 1974 erfolgte die Einstellung des Sägebetriebs der einstigen Stadtmühle von Wangen im Allgäu. Die neu erbaute Mahlmühle ist heute die einzig betriebene Mühle im Landkreis Lindau.Bruggmüller Karg: Ehemalige Mühlen im Landkreis Lindau. In: Westallgäuer Heimatblätter. November/Dezember 1980. Link: digisheft.de

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Lindau (Bodensee) Kategorie:Geographie (Hergatz) Kategorie:Ersterwähnung 1429