Gadzowice (deutsch Schmeisdorf, Smíchovy) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Głubczyce im Powiat Głubczycki der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie Das Straßendorf Gadzowice liegt drei Kilometer westlich von Głubczyce (Leobschütz) und 63 Kilometer südwestlich von Opole (Oppeln), in der Schlesischen Tiefebene an der Psina (Zinna), einem linken Zufluss der Oder. Einen Kilometer westlich von Gadzowice verläuft die Grenze zu Tschechien und östlich verkehrt die Bahnstrecke Głubczyce–Racławice Śląskie. Nachbarorte von Gadzowice sind im Westen Głubczyce und im Süden Gołuszowice (Kreuzendorf).
Geschichte mini|Steinernes Wegekreuz mini|Grenze zu Tschechien mit Wegekreuz Der Ort wurde 1237 erstmals als Smidesdorf erwähnt.Walter Kuhn: Siedlungsgeschichte Oberschlesiens. Oberschlesischer Heimatverlag, Würzburg. 1954. S. 47. 1377 erfolgte eine Erwähnung als Smiedisdorf bzw. Schmeidisdorf.Stanisław Drzażdżyński: Die Slavischen Ortsnamen des Kreises Leobschütz. Leobschütz, 1896. S. 16 Digitale Version des Werkes
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Schmeisdorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Schmeisdorf ab 1816 zum Landkreis Leobschütz im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf ein Vorwerk, eine Windmühle und 61 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Schmeisdorf 369 Menschen, davon 10 evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 596. 1861 zählte Schmeisdorf 15 Bauern, 5 Gärtner- und 27 Häuslerstellen.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 876 1874 wurde der Amtsbezirk Schmeisdorf gegründet, welcher die Landgemeinden Blümsdorf, Kreuzendorf, Roben und Schmeisdorf und die Gutsbezirke Blümsdorf und Schmeisdorf umfasste. Erster Amtsvorsteher war der Erbrichter Dittrich in Kreuzendorf.Territorial Amtsbezirk Schmeisdorf
Im Ersten Weltkrieg fielen zwölf Soldaten aus Schmiesdorf. Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten in Schmeisdorf 316 Personen für einen Verbleib bei Deutschland und 3 für Polen. Schmeisdorf verblieb wie der gesamte Stimmkreis Leobschütz beim Deutschen Reich. 1933 zählte der Ort 376 Einwohner, 1939 wiederum 356. Bis 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Leobschütz. Im Zweiten Weltkrieg fielen 27 Bewohner aus Schmiesdorf.
1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung, wurde in Gadzowice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde Gadzowice der Woiwodschaft Oppeln zugeteilt. 1999 wurde der Ort Teil des wiedergegründeten Powiat Głubczycki.
Sehenswürdigkeiten Steinerne Wegekreuze Hölzernes Wegekreuz am Grenzübergang
Literatur Georg Beier: Die Dörfer des Kreises Leobschütz 1914–1946. Oberschlesischer Heimatverlag Dülmen, 1990. ISBN 3-87595-277-4
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Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Gmina Głubczyce) Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Straßendorf