mini|hochkant|Der Löwe von Juda über der Eingangstür des Hauses Levy Das Haus Levy steht an der Rothenbaumchaussee 26 in Hamburg. Der Rotklinkerbau wurde im April 1922 fertiggestellt, finanziert durch eine Baugenossenschaft – der ersten in Hamburg – und errichtet von den Hamburger Architekten Hans und Oskar Gerson. Finanziert wurde der Bau durch das Bankhaus M.M.Warburg & CO.
Als erster zog der Privatbankier Paul Levy in den dritten Stock des Hauses ein. Unter anderem wohnte hier auch der Facharzt für Strahlentherapie, Dr. Henri Hirsch. Er konnte sich 1934 dem Zugriff der Gestapo durch die Flucht nach Genua entziehen. Seine Kinder wurden wie die anderen jüdischen Bewohner des Hauses vertrieben.Haus Levy: Der Löwe von Judah lebt weiter, abgerufen am 2. Nov. 2021.
Zu den jüdischen Bewohnern zählten die Juristen Dr. Rudolf Magnus und Dr. Fritz Liebmann, Syndikus des Bankhauses M.M. Warburg & Co., die Kaufleute Richard Behr und Carl Neukircher, der Arzt Dr. Henri Hirsch, der Künstler Willy Davidsohn. Die Ausgrenzung und Vertreibung der jüdischen Bewohner dieses Hauses und die „Arisierung“ sind im Buch „Das Haus des Paul Levy“ von Michael Batz beschrieben. Zudem weisen Stolpersteine vor dem Haus auf die Bewohner und ihre Schicksale hin. Zu den Arisierern zählten der Zahnarzt, SS-Sturmführer und Tennisspieler Walter Dessart und der Gynäkologe Theodor Heynemann.
Weblinks Ein Haus der Geschichte Abgerufen am 4. Januar 2022 Sechs Stockwerke Vergangenheit Abgerufen am 4. Januar 2022 Nicht alle haben überlebt TAZ vom 4. Februar 2022. Abgerufen am 5. Februar 2022
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk im Bezirk Eimsbüttel Kategorie:Hamburg-Rotherbaum Kategorie:Enteignung von Juden im Deutschen Reich (1933–1945) Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren