mini|Kriegerdenkmal in Radolfzell 2020 Das Kriegerdenkmal in Radolfzell am Bodensee wurde am 22. Mai 1938 auf dem Luisenplatz (damals umbenannt in Horst-Wessel-Platz) eingeweiht. Der gestaltende Bildhauer war Paul Diesch aus Konstanz, Entwurf und Modell kamen von Wilhelm Kollmar. Das NS-Denkmal wurde entgegen der Kontrollratsdirektive Nr. 30 von 1946 aus ungeklärten Gründen nicht abgerissen, sondern nur die NS-Insignien entfernt. Bis in die späten 70er Jahre hielt die Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS unterstützt von Bürgermeistern und Gemeinderäten SS-Kameradschaftstreffen und Gefallenenehrungen am Denkmal ab.Markus Wolter: Die SS-Garnison Radolfzell 1937—1945. In: Radolfzell am Bodensee — Die Chronik. Hegau 2017, ISBN 978-3-7977-0723-9, S. 302.
In den hinter der Skulptur stehenden Gedenktafeln sind die Namen von in den beiden Weltkriegen getöteten oder vermissten Soldaten und SS-Angehörigen der Stadt eingraviert. Die ursprüngliche Sockelinschrift des nationalsozialistischer Ästhetik und Ideologie verpflichteten Denkmals auf dem Luisenplatz (1933–1945: Horst-Wessel-Platz) lautete bis 1958: „Die Stadt Radolfzell ihren im Weltkriege 1914–1918 gefallenen Helden“.Radolfzell zur NS-Zeit
Einzelnachweise
Kategorie:Kriegerdenkmal in Baden-Württemberg Kategorie:Bauwerk in Radolfzell am Bodensee Kategorie:Skulptur (1938) Kategorie:Gedenkstätte des Ersten Weltkriegs in Baden-Württemberg Kategorie:Gedenkstätte des Zweiten Weltkriegs in Baden-Württemberg Kategorie:Skulpturengruppe Kategorie:Soldatendarstellung (Bildende Kunst) Kategorie:Steinskulptur Kategorie:Skulptur (Baden-Württemberg) Kategorie:Bildende Kunst (Nationalsozialismus)