Die Baureihe 99.10, der Deutschen Reichsbahn für die Pfalzbahn war eine Heißdampfausführung der PtS 3/3 N.
Geschichte Das erhöhte Verkehrsaufkommen auf den Vorderpfälzischen Strecken der meterspurigen Bahnen in den 1920er Jahren der ehemals Königlich Bayerische Staatsbahn erforderte eine weitere Bestellung von Trambahn-Lokomotiven. Im Gegensatz zu den zuletzt gelieferten Maschinen der Typen L 1 bzw. PtS 3/3 N wechselte man nun zur Bauweise der Heißdampfausführung.
Beschaffung Im Jahre 1923 wurden von der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft bei der Fa. Krauss drei Maschinen bestellt, welche mit den Werksnummern 7987 bis 7989 geliefert wurden.Pepke, Lokomotiven der pfälzischen Eisenbahnen, erste Auflage 2011 Bei ihrer Auslieferung erhielten sie noch die pfälzischen Nummern XXXI bis XXXIII und wurden nach dem bayerischen System als Pts 3/3 H bezeichnet. Erst im Jahr 1924 erhielten sie dann die Reichsbahn-Nummern 99 101 bis 99 103.
Einsatzgebiet Eingesetzt wurden die Maschinen auf den pfälzischen Lokalbahnen im Raum Ludwigshafen am Rhein (Ludwigshafen-Dannstadt, Ludwigshafen–Frankenthal und Frankenthal–Großkarlbach) und der Lokalbahn Speyer–Neustadt.
Verbleib Im Unterhaltungsbestand der französischen Besatzungszone werden 1948 für das Ausbesserungswerk Friedrichshafen – dort wurden alle Schmalspurlokomotiven der französischen Besatzungszone zusammengezogen – die Loks mit den Nummern 99 101, 99 102 und 99 103 geführt.Hans-Wolfgang Scharf, Lok Magazin 94, Jan/Feb. 1974, Dokumentation zu den Eisenbahnen in der franz. Besatzungszone, Februar 1948
Die Loks wurden am 19. April 1956 und am 16. August 1957 ausgemustert.
Konstruktion Rahmen Die Lokomotiven hatten einen genieteten Blechkastenrahmen. Wie bei den Lokomotiven der Fa. Krauss üblich lag auch hier der Wasserkasten mit einem Fassungsvermögen von 2,0 m³ Wasser innerhalb des Rahmens. Der Rahmen hatte Querversteifungen an Zugkasten und Pufferbohle.
Kessel Die Lokomotiven hatten einen zweischüssigen, genieteten Langkessel mit einem Dampfdom auf dem zweiten Schuss. Der Kesseldruck betrug 12 atü.
Steuerung Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen wechselte man bei dieser Type von der Allan- auf eine außenliegende Heusinger-Steuerung.
Bremse Eingebaut waren Saugluftbremsen der Bauart Körting sowie Wurfhebelbremsen.
Aufbau Im Gegensatz zu den Nassdampfexemplaren der Vorgängerbaureihe L 1 erstreckte sich der Kastenaufbau nicht mehr über die ganze Loklänge, sondern die Rauchkammer mit Schornstein war ausgenommen, ebenso war an der Führerhausrückseite ein Kohlenkasten angebracht.
Vorräte Mitgeführt wurden von den Lokomotiven 2,0 m³ Wasser und 1,2 t Kohle.
Lokomotivnummern Herstelldaten Nummern je Epoche Zusatzinformationen Lfd.Nr. Her-steller Bau-jahr Fabr.-nummer Pfalzbahn / K.B.Sts.B. DR Betriebs-Nr. Ausge-mustert Bahn-Nr. Name (vorläufig) (endgültig)1Krauss19237987XXXI99 10199 10118.4.195627988XXXII99 10299 10210.8.195737989XXXIII99 10399 10310.8.1957 Einzelnachweise
Literatur
Kategorie:Tenderlokomotive Achsfolge C 99.010 Kategorie:Schienenfahrzeug (Krauss)