Die 16. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften fanden am 23. Februar 1969 in der Dortmunder Westfalenhalle statt.
Wettbewerbe Gelaufen wurde wie vor zwei Jahren, als die Veranstaltung ebenfalls in der Dortmunder Westfalenhalle stattgefunden hatte, auf einer 160 Meter langen Rundbahn. Die Länge der Sprintstrecke war für Frauen und Männer mit 50 Metern um 10 Meter kürzer als in den beiden Jahren zuvor. Auch der Hürdensprint fand für beide Geschlechter über 50 Meter – 10 Meter weniger als 1966 und 1967 – statt.
Neu aufgenommen in das Frauenprogramm wurde mit dem 1500-Meter-Lauf eine zweite Mittelstrecke. Der im Vorjahr zum zweiten Mal nach 1966 und 1968 für Frauen und Männer ausgetragene 200-Meter-Lauf wurde auch hier angeboten und war nun endgültig ständiger Bestandteil von Deutschen Hallenmeisterschaften.
Einen zweiten neuen Wettbewerb, der allerdings nicht in Dortmund stattfand, gab es für die Männer im Gehen. Ebenfalls am 23. Februar traten dazu die Geher über 10.000 Meter in Mainz an.
Im Frauenprogramm war die Lücke bezüglich der Anzahl von Disziplinen gegenüber den Männern durch die Aufnahme der zweiten Mittelstrecke im Bereich Lauf geschrumpft. Ebenso wie bei den Männern wurden mit den Rennen über 50, 200 und 400 Meter drei Kurzstreckenläufe angeboten. Auch der Hürdensprint sowie zwei Mittelstrecken (über 800 und 1500 Meter) waren bei Frauen und Männern gleichermaßen Teil der Veranstaltung. Eine Langstrecke (bei den Männern der 3000-Meter-Lauf) und eine Langstaffel (bei den Männern die 3-mal-1000-Meter-Staffel) fehlten allerdings noch.
Im Bereich Sprung wurden der Stabhoch- und Dreisprung für Frauen erst in den 1990er-Jahren in das allgemeine Wettbewerbsprogramm aufgenommen und wurden somit vor dieser Zeit auch bei Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften nur für Männer angeboten.
Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.
Darüber hinaus blieb der Gehwettbewerb wie auch damals bei Freiluftveranstaltungen alleine den Männern vorbehalten.
Medaillengewinner Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.
Männer Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung50 m Gerhard Wucherer (TSV 1860 München) 5,6 s Hartmut Strempel (Düsseldorfer SV 04) 5,7 s Heinz Rienecker (FSV Frankfurt) 5,8 s200 m Edgar Krüger (PSV Essen) 21,8 s Falko Geiger (Stuttgarter Kickers) 22,1 s Horst Haßlinger (TV Fürth 1860) 22,2 s400 m Peter Bernreuther (DJK Würzburg) 49,9 s Peter Stemmermann (MSV Duisburg) 50,1 s Karl-Hermann Tofaute (TuS 04 Leverkusen) 50,1 s800 m Arnd Krüger (SV Bayer 04 Leverkusen) 1:52,0 min Anton Adam (DJK Würzburg) 1:52,1 min Reiner Föhrenbach (ASC Darmstadt) 1:52,8 min1500 m Jürgen May (SV Schwalbe Hanau) 3:41,4 min Karl-Heinz Schirmeier (TV Lahr) 3:48,1 min Gerhard Machunze(SV Bayer 04 Leverkusen) 3:50,7 min3000 m Werner Girke (VfL Wolfsburg) 8:01,4 min Lutz Philipp (ASC Darmstadt) 8:11,6 min Gerd Mölders (FC Bayer 05 Uerdingen) 8:15,0 min50 m Hürden Günther Nickel (SV Bayer 04 Leverkusen) 6,5 s Werner Trzmiel (ASC Darmstadt) 6,5 s Eckart Berkes (USC Mainz) 6,8 s4 × 400 m 3:16,4 min 3:16,7 min 3:18,8 min3 × 1000 m 7:18,8 min 7:21,4 min 7:25,2 min10.000 m Gehen Karl-Heinz Pape (TSV Salzgitter) 46:10,4 min Julius Müller (Delmenhorster TV) 46:17,2 min Gerhard Weidner (TSV Salzgitter) 46:57,2 minHochsprung Gunther Spielvogel(SV Bayer 04 Leverkusen) 2,12 m Thomas Zacharias (SC Charlottenburg) 2,09 m Ingomar Sieghart (TSV 1860 München) 2,09 mStabhochsprung Heinfried Engel (USC Mainz) 5,15 m Claus Schiprowski(SV Bayer 04 Leverkusen) 5,00 m Volker Ohl (SG Arheilgen) 4,90 mWeitsprung Hans Baumgartner (TV Heppenheim) 7,72 m Bernd Roos (1. FC Kaiserslautern) 7,56 m Reinhold Boschert (Stuttgarter Kickers) 7,51 mDreisprung Michael Sauer (USC Mainz) 16,28 m Günter Krivec (FC Bayer 05 Uerdingen) 15,91 m Norbert Weiser (1. FC Bamberg) 15,26 mKugelstoßen Heinfried Birlenbach (Sportfreunde Siegen) 19,50 m Traugott Glöckler (USC Heidelberg) 17,97 m Reinhard Vogt (Hamburger SV) 17,41 m
Frauen Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung50 m Bärbel Hähnle (VfR Achern) 6,4 s Sybille Hermann (LC Recklinghausen) 6,4 s Elfgard Weismann (SpVgg Holzgerlingen) 6,5 s200 m Ute Hofmann (Homburger TG 1846) 25,7 s Ursula Schruff (TuS 04 Leverkusen) 25,9 s Elisabeth Kamphues (TuS 04 Leverkusen) 26,0 s400 m Christel Frese (ASV Köln) 56,4 s Inge Eckhoff (TSV Niendorf) 57,1 s Birgit Hefti (SV Lurup) 58,1 s800 m Anita Rottmüller (Post SG Mannheim) 2:12,9 min Marita Kloth (LBV Phönix von 1903) 2:14,0 min Hannelore Lempfuhl(TSV Tempelhof-Mariendorf Berlin) 2:17,4 min1500 m Christa Kofferschläger (Elberfelder TG) 4:31,4 min Ellen Tittel (TuS 04 Leverkusen) 4:38,8 min Rosemarie Klute (LC Dortmund) 4:41,3 min50 m Hürden Inge Schell (TSV 1860 München) 7,1 s Heide Rosendahl (TuS 04 Leverkusen) 7,2 s Ursula Farthmann (TuS 04 Leverkusen) 7,3 s4 × 1 Runde(1 Runde ≙ 160 m) 1:20,4 min 1:20,5 min 1:21,6 minHochsprung Bärbel Sprywald (VfL Bochum) 1,66 m Helga Krieß (USC Mainz) 1,66 m Ulrike Jacob (1. FC Bamberg) 1,63 mWeitsprung Heide Rosendahl (TuS 04 Leverkusen) 6,29 m Heidi Schüller (ASV Köln) 6,07 m Brigitte Krämer (LC Dortmund) 5,93 mKugelstoßen Marlene Fuchs (TSC Euskirchen) 16,18 m Liesel Westermann (TuS 04 Leverkusen) 15,96 m Brigitte Berendonk (USC Heidelberg) 15,19 m
Literatur Deutsche Hallenmeisterschaften. In: Presseausschuß des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (Hrsg.), Jahrbuch der Leichtathletik 1969/70, S. 104ff, Berlin-Charlottenburg, Verlag Bartels & Wernitz 1969
Weblinks Deutsche Hallen-Meisterschaften in der Leichtathletik sport-record.de (PDF; 1825 KB) Leichtathletik, zahlreiche Artikel mit dem Thema Deutsche Hallen – Meisterschaften, sport-komplett.de
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