Franz Egon Schneider (* 16. September 1880 in Gerlingen; † 3. November 1943 ebenda) war ein katholischer deutscher Priester, Theologe und Kirchenrechtler.
Leben Der Sohn des Landwirts Philipp Schneider und dessen Ehefrau Josepha geb. Ruttmann besuchte die Volksschule in Gerlingen, die höhere Schule in Olpe und das Gymnasium in Attendorn. Anschließend studierte er in Paderborn, Bonn und Münster Theologie. Nach der Priesterweihe am 24. März 1904 in Paderborn durch seinen Onkel Bischof Dr. Wilhelm Schneider wurde er 1904 für kurze Zeit Präfekt des Knabenseminars ebenda. Nach den Promotionen zum Dr. iur. utr. 1908 bei Leo von Savigny und Ernst Rosenfeld in Münster und zum Dr. theol. 1911 in Freiburg im Breisgau und der Habilitation 1912 an der Universität Freiburg im Breisgau war er in Freiburg Privatdozent und nach drei Jahren außerordentlicher Professor für Kirchenrecht. Von 1914 bis 1918 wirkte er als Divisionspfarrer im Westen und wurde durch das Eiserne Kreuz und den Malteserorden ausgezeichnet. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg wurde er Professor für Kirchenrecht an der Bischöflichen Akademie in Paderborn. Diese Lehrtätigkeit unterbrach er für zwei Jahre, währenddessen er die Stellung eines Uditore an der Rota romana in Rom innehatte. Zuletzt lehrte er von 1932 bis 1943 auf dem Lehrstuhl für Kirchenrecht in Münster und war fast zehn Jahre lang zugleich Dekan der Katholisch-theologischen Fakultät. Er wurde mit dem Titel Päpstlicher Hausprälat geehrt.Vgl. Lebenslauf auf Sterbebildchen
Ab 1901 war er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Bavaria Bonn im CV. Später wurde er noch Mitglied der KDStV Rheno-Franconia München sowie ehrenhalber der AV Arminia Münster, KDStV Ripuaria Freiburg im Breisgau und VKDSt Rhenania Marburg, alle im CV.Cartellverband der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen: Die Ehrenmitglieder, Alten Herren und Studierenden des CV, des Cartell-Verbandes der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen. Wien 1931, S. 129.
Schriften (Auswahl) Das Bischöfliche Gymnasial-Alumnat (Knabenseminar) zu Paderborn. Festschrift zur Einweihung des Erneuerungs- und Erweiterungsbaues im Jahre 1905. Paderborn 1905, . Die rechtliche Natur der Vereinbarungen zwischen Staat und Kirche. Münster 1908, . Die Römische Rota. Nach geltendem Recht auf geschichtlicher Grundlage. Erster Band. Die Verfassung der Rota. Paderborn 1914, .
Literatur Sterbebildchen der Verlagsanstalt F. X. Ruegenberg in Olpe, als Digitalisat im Institut für Deutsche Studentengeschichte im Stadt- und Kreisarchiv Paderborn
Weblinks uni-muenster.de westfälische-biographien.de
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchenrechtler (kanonisches Recht) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Münster) Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Korporierter im CV Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1880 Kategorie:Gestorben 1943 Kategorie:Mann