mini|Varuna neben Varuni auf dem Wasserungeheuer Makara (Basaltrelief, 8. Jh., Karnataka, Südindien) mini|Varuni oder Varunani (Odisha, 13. Jh.)
Varuni ist nach althinduistischer Überlieferung der Name dreier (Halb-)Göttinnen, die – wahrscheinlich erst im Verlauf eines längeren Entwicklungsprozesses – aus dem vedischen Gott Varuna abgeleitet oder mit ihm in Verbindung gebracht wurden. Varuni gilt auch als Göttin des Weines.Peter und Anneliese Keilhauer: Die Bildsprache des Hinduismus. Die indische Götterwelt und ihre Symbolik. DuMont, Köln 1983, ISBN 3-7701-1347-0, S. 196.
Erscheinungsformen der Varuni Varunas Gemahlin In alten Texten ist, wenn auch sehr selten, von VarunaniDavid R. Kinsley: Indische Göttinnen: Weibliche Gottheiten im Hinduismus. Insel, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-458-16118-X, S. 31. oder Jaladevi als Gemahlin oder als Begleiterin Varunas die Rede.
Varunas Tochter Varuni erschien beim Quirlen des Milchozeans mit einer Schale Branntwein; sie wurde zunächst den Dämonen (asuras) überlassen, später jedoch erscheint sie an der Seite des Gottes Varuna.Paramahamsa Sri Swami Vishwananda: Die Essenz des Srimad Bhagavatan. 2020, S. 296
Matrika oder Yogini Eine dritte Varuni erscheint im Matsya Purana als eine der Matrikas („Mütter“). Sie trinkt Blut aus dem Schädel des Dämons Andhaka und gehört manchmal zum Kreis der 64 Yoginis.
Darstellung Varuni wird nur sehr selten dargestellt. In den wenigen erhaltenen Abbildungen sitzt sie meist an der Seite Varunas; beide sitzen auf einem Wasserungeheuer (makara).
Literatur Anneliese und Peter Keilhauer: Die Bildsprache des Hinduismus: Die indische Götterwelt und ihre Symbolik. DuMont, Köln 1983, ISBN 3-7701-1347-0, S. 79 ff.
Einzelnachweise
Kategorie:Gottheit des Hinduismus Kategorie:Indische Gottheit Kategorie:Weibliche Gottheit