Friedrich Karl Ludwig zu Hohenlohe-Kirchberg (* 19. November 1751 in Kirchberg; † 12. September 1791 in Weikersheim) war ein württembergischer Offizier, Maler und Elfenbeinschnitzer.Johann Justus Herwig: Entwurf einer genealogischen Geschichte des hohen Hausses Hohenlohe, Schillingsfürst 1796, S. 193. Leben Friedrich Karl war der Sohn von Karl August zu Hohenlohe-Kirchberg (1707–1767) und dessen Ehefrau Gräfin Caroline Sophie zu Hohenlohe-Neuenstein-Oehringen (1715–1740).Joseph Konrad Albrecht: Münzgeschichte des Hauses Hohenlohe, vom dreizehenten bis zum neunzehenten Jahrhundert, 1846, S. 52. Sie war eine Schwester von Fürst Ludwig Friedrich Karl zu Hohenlohe-Neuenstein-Oehringen.
Der Prinz war ein KunstliebhaberCarl Ludwig Junker: Prinz Friedrich Karl Ludwig, von Hohenlohe-Kirchberg, In: Museum für Künstler und Kunstliebhaber, hrsg. von J. G. Meusel, 3. St., Mannheim 1791, S. 203–229., dem man auch unter den Künstlern seiner Zeit keine unbedeutende Stelle einräumt. Der am Hof seines Vaters angestellte Maler Johann Valentin Tischbein soll sein erster Lehrer gewesen sein. Dann erteilte ihm Adam Friedrich Oeser in Leipzig Unterricht. Auf solche Weise und durch sein eigenes Studium brachte er es in der Miniaturmalerei zu einem beachtlichen Können, und besonders gelungen erscheinen seine Charakterzeichnungen. Auch seine Elfenbeinschnitzereien wurden von Kunstkennern geschätzt.Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstlerlexicon oder Nachrichten von dem Leben, 1838, S. 239.
Ehe und Nachkommen Am 10. August 1778 heiratete er Friederike Caroline Gräfin zu Löwenstein-Wertheim-Virneburg (1757–1839), eine Schwester des Fürsten Friedrich Karl zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg (1743–1825). Die Ehe wurde 1785 geschieden, ihr entstammte der Fürst und Standesherr Karl Friedrich Ludwig zu Hohenlohe-Kirchberg (1780–1861).
Am 19. Dezember 1787 heiratete er die ebenfalls Kunst schaffende Christiane Louise, Gräfin zu Solms-Laubach (1754–1815), Tochter des Grafen Christian August zu Solms-Laubach. Aus der Ehe gingen die Kinder hervor:Gothaisches genealogisches Taschenbuch, Gotha 1846, S. 130.
Heinrich (1788–1859, württembergischer Generalleutnant und Adjutant des Königs, Diplomat, außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister am Russischen Hof in St. Petersburg,Historisches und genealogisches Adelsbuch des Königreichs Württemberg, Band 1, Stuttgart 1839, S. 25. ⚭ I. (morganatisch) 1833 Ekaterina Ivanovna Gräfin Golubzova/Golubtzoff (1801–1840)Der Titel Gräfin Golubtsova wurde Ekaterina (Katharina) Iwanowna von Kaiser Nikolai Pawlowitsch vor ihrer Heirat mit Prinz Hohenlohe, einem Verwandten Ihrer kaiserlichen Hoheit, Großfürstin Elena Pawlowna, und des Württemberger Königshauses, verliehen. Vgl. V. V. Rummel. V. V. Golubtsov: Genealogische Sammlung russischer Adelsfamilien. In zwei Bänden. 1886. Veröffentlicht von A. S. Suvorin. Band I, S. 205–219. Vgl. auch J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, Band 1, Ausgabe 3, Nürnberg 1887, S. 104: Der König von Württemberg verlieh ihr den Titel „1883“ [=1833] Gräfin Golubtzoff. Sie war die Tochter des Geheimen Rats Iwan von Golubtzoff zu St. Petersburg. Die Ehe blieb kinderlos.Maximilian Gritzner: Standes-Erhebungen und Gnaden-Acte deutscher Landesfürsten, 1881, S. 838.) ⚭ II. (morganatisch) 1856 Anna Therese geb. von Landzert (1823–1871), Tochter des russischen Oberstleutnants von Landzert.Gothaischer genealogischer Hofkalender, Band 96, 1859, S. 134. Vom König von Württemberg wurde ihr und ihren Nachkommen der gräfliche Titel „von Lobenhausen“ verliehen.Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, Gotha 1858, S. 453. Gothaisches genealogisches Taschenbuch, 1858, S. 135. Auch diese Ehe blieb kinderlos.Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland, 1860, S. 370. Sophie Amalie Carolina Franziska (1790–1868, ⚭ Georg Emanuel Grafen von Rohde (1780–1846),Gothaisches genealogisches Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser, Band 13, Gotha 1840, S. 406. aus einem altadligen Geschlecht, ursprünglich bei Hannover angesessenJ. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch: in einer neuen, vollständig geordneten und reich vermehrte Auflage mit heraldischen und historisch-genealogischen Erläuterungen (Band 2,6): Der Adel in Baden: nebst Anhang, die Standes-Erhebungen des fürstlichen Hauses Fürstenberg enthaltend. Nürnberg 1878, S. 139.).
Literatur Johann Georg Meusel: Lexikon der vom Jahr 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller, Band 6, Leipzig 1806, S. 349.
Weblinks Haus Hohenlohe, Online-Gotha von Paul Theroff Hohenlohe-Kirchberg, Friedrich Karl; Prinz henlohe-Neuenstein-Kirchberg, Friedrich Karl Prinz zu Hohenlohe-Kirchberg, Friedrich Karl Ludwig, Fürst von
Belege und Anmerkungen
Friedrich Karl Friedrich Karl Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1751 Kategorie:Gestorben 1791 Kategorie:Mann