Grünstein ist ein Gemeindeteil der Stadt Gefrees im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Grünstein hat eine Fläche von 3,790 km². Sie ist in 586 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 6467,27 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Böseneck, Gefrees (zum Teil), Grünhügel und Kastenmühle.

Geografie Das Dorf liegt am Lübnitzbach, einem linken Zufluss der Ölschnitz, und an einem namenlosen linken Zufluss des Lübnitzbachs, der innerorts in diesen mündet. Im Osten steigt das Gelände zum Putzenberg () an, auf dem ein Luitpold-Denkmal steht. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Gefrees zur Staatsstraße 2180 (1 km nördlich) bzw. nach Metzlersreuth (1,6 km südlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1361 als „der Grunstein“ erstmals urkundlich erwähnt.D. Hermann, H. Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 241.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Grünstein aus 17 Anwesen (1 Mühle, 15 Tropfhäuser, 1 Haus). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Gefrees zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft war strittig zwischen dem Kastenamt Gefrees und der bambergischen Amtsverwaltung Grünstein, die alleiniger Grundherr sämtlicher Anwesen war.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 411f.

Von 1797 bis 1810 unterstand Grünstein dem Justiz- und Kammeramt Gefrees. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Grünstein dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Metzlersreuth zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Grünstein, zu der Böseneck und Grünhügel gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gefrees zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Gefrees. 1827 wurde die Kastenmühle von der Gemeinde Gefrees an Grünstein abgegeben. 1840 wurde die Gemeinde Grünstein an das Landgericht Berneck und an das Rentamt Marktschorgast überwiesen (1919 in Finanzamt Marktschorgast umbenannt). Ab 1862 gehörte Grünstein zum Bezirksamt Berneck. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Berneck (1879 in Amtsgericht Berneck umgewandelt).A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 487f. Die Gemeinde hatte 1904 eine Gebietsfläche von 3,804 km². Am 1. April 1927 wurde die Gemeinde nach Gefrees eingegliedert.

Baudenkmäler Burgruine Grünstein

Einwohnerentwicklung Gemeinde Grünstein Jahr 1819 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925Einwohner 190 324 335 328 341 357 336 337 306 297 283 293 261 242 274 272 244HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 43 40 40 40 45Quelle Für die Gemeinde Grünstein zuzüglich Boseneck (S. 11) und Grünhügel (S. 41).

Ort Grünstein Jahr 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 96 114 206 208 178 152 132 153 182 153 122Häuser 17 24 25 25 26 34 43Quelle

Religion Grünstein ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes der Täufer (Gefrees) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bayreuth Kategorie:Geographie (Gefrees) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1927 Kategorie:Ersterwähnung 1361 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth