Christine Klingohr (* 19. März 1967 in Parchim) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Seit 2021 ist sie Mitglied des Landtags Mecklenburg-Vorpommern.
Leben Christine Klingohr wurde 1967 in Parchim geboren, ist evangelisch, verheiratet und hat vier Kinder.
Von 1983 bis 1986 absolvierte sie ein Fachschulstudium zur Kindergärtnerin. In den Jahren 1993 bis 1994 folgte eine Anpassungsfortbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin. Anschließend war sie von 1986 bis 1997 als Erzieherin in Parchim tätig.
Zwischen 1997 und 2004 arbeitete Klingohr als Projektleiterin in verschiedenen Programmen, die auf die Vermittlung von langzeitarbeitslosen Jugendlichen in den Arbeitsmarkt ausgerichtet waren. Parallel absolvierte sie Zusatzausbildungen im Gordon-Familientraining, im Sozialmanagement sowie zur pädagogisch-individualpsychologischen Beraterin.
Von 2004 bis 2015 war sie Mitarbeiterin im wirtschaftspsychologischen Institut und baute mit ihrem Mann den „Golchener Hof“ auf. Im Jahr 2015 gründete sie die Soziale Dienste Golchen GmbH.
Politik Mit der Wende in der DDR engagierte Klingohr sich im Neuen Forum. Von 1990 bis 2004 war sie Stadtpräsidentin in Parchim. 1992 übernahm sie erste Funktionen im Kreisvorstand der SPD und war später auch im Landesvorstand aktiv. Seit 1994 engagiert sie sich im Vorstand des Kreissportbundes Ludwigslust-Parchim. Seit 2020 ist sie Mitglied im Kreistag Ludwigslust-Parchim und engagiert sich in den Kreis-, Finanz- und Bildungsausschüssen. Seit 2021 ist sie Fördermitglied der Freiwilligen Feuerwehr Brüel und des Landfrauenvereins Kloster Tempzin.
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2021 trat Klingohr im Wahlkreis Ludwigslust-Parchim V an. Mit 34,6 Prozent der Erststimmen wurde sie im Wahlkreis direkt gewählt. Im achten Landtag Mecklenburg-Vorpommerns war sie ordentliches Mitglied im Finanzausschuss und wurde im Sozialausschuss zur stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt. Des Weiteren war sie in der Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ vertreten und gehörte dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Universitätsmedizin“ an. Am 25. November 2021 wurde sie zu einer der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion gewählt. In der SPD diente sie als Sprecherin für Senioren-, Sozial- und Gesundheitspolitik.
Trotz einem Stimmenanteil von 36,2 Prozent scheiterte Klingohr bei der Landtagswahl 2026 in ihrem Wahlkreis deutlich gegen den AfD-Kandidaten Jan-Phillip Tadsen. Über die Landesliste der SPD zog sie dennoch erneut in den Landtag ein.
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